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Integrationshilfe aus Syrien

Bredenbeck Integrationshilfe aus Syrien

Andere Spiele, fremde Sprachen, aber keine Berührungsängste: Die syrischen Pädagogen Amal und Ahmed aus Holtensen bauen beim Ferienangebot der Jugendpflege interkulturelle Brücken. Beim kunterbunten Sommerspaß in Bredenbeck sind die geflüchteten Lehrer wertvolle Integrationshelfer.

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Neue Impulse: Amal (links) und Ahmed (hinten) sind für die Jugendpfleger Marc Mischke (rechts) und Kerstin Kohl (Sechste von links) beim kunterbunten Ferienspaß in Bredenbeck eine gute Unterstützung.

Quelle: Ingo Rodriguez

Bredenbeck. Für die Jugendpflege Wennigsen und auch für viele Kinder ist es bereits die dritte Auflage des offenen Spiele- und Basteltreffs. Und wie in den beiden Vorjahren wird in der zweiten Hälfte der Sommerferien auf dem Gelände des Spielplatzes am Dietrich-Bonhoeffer-Haus auch wieder gespielt, getobt und gebastelt.

Trotzdem: Kunterbunt – diese Bezeichnung passt in diesem Jahr nicht nur zum vielseitigem Aktionsangebot. Auch die Zusammensetzung der Kindergruppe und des Betreuerteams ist eine bunte Mischung: „Es sind täglich bis zu acht Flüchtlingskinder aus den Unterkünften in Bredenbeck und Holtensen dabei“, sagt Jugendpfleger Marc Mischke.

Er und Kollegin Kerstin Kohl haben in diesem Jahr aber auch wertvolle Integrationshelfer im Team. Mischke selbst, der für die Gemeinde seit einem Jahr auch ankommende Asylbewerber bei alltäglichen Aufgaben unterstützt, hat das syrischen Asylbewerberehepaar Amal und Ahmed aus Holtensen für den Ferienspaß gewinnen können. Seit November sind die beiden Pädagogen in Wennigsen. „Inzwischen in Holtensen untergebracht“, sagt Mischke.

Angesichts der Berufe und des großen Arbeitswunsches beider habe die Jugendpflege für den Grundschullehrer und die Englischlehrerin bei der Gemeinde beantragt, sie als Ein-Euro-Kräfte für zusätzliche gemeinnützige Aufgaben zu beschäftigen. Eine gute Entscheidung: „Sie bringen tolle Ideen ein – Gemeinschaftsspiele und Kreativangebote, die man in Deutschland nicht kennt“, zeigt sich Mischke begeistert. Zudem gebe es wegen der guten Englischkenntnisse von Amal kaum Sprachbarrieren.

Begeistert sind auch die beiden Asylbewerber. Sie bringen täglich ihre beiden eigenen Kinder mit. „Wir lernen neue deutsche Wörter, alle haben Spaß und wir knüpfen Kontakte“, sagt Amal auf Englisch. Wegen ihrer Sprachkenntnisse ist sie auch für die anderen Flüchtlingskinder eine Übersetzungshilfe. Und für die Jugendpfleger sind die Lehrer deshalb ebenfalls eine große Unterstützung. Als Arbeit empfindet das Ehepaar die Aufgabe beim Ferienspaß nach eigenen Angaben aber nicht. „Wir lernen doch und lehren nicht“, sagt Amal.

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