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Gemeinde kauft Wohnwagen für 50 Flüchtlinge

Wennigsen Gemeinde kauft Wohnwagen für 50 Flüchtlinge

Nach der Stadt Ronnenberg hat sich jetzt auch die Gemeinde Wennigsen gebrauchte Wohnwagen als mobile Notunterkünfte für Asylsuchende angeschafft. Die bewohnbaren Anhänger wurden gestern Stück für Stück angeliefert und auf dem Gelände des Feuerwehrhauses an der Sorsumer Straße abgestellt.

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Zwischenlager: Die Wohnwagen stehen zurzeit auf dem Feuerwehrparkplatz und werden in Kürze noch für ihre spätere Nutzung vorbereitet.

Quelle: Ingo Rodriguez

Wennigsen. Nach Angaben von Bürgermeister Christoph Meineke hat die Gemeinde zwölf Exemplare für rund 20 000 Euro gekauft. „Sie sind als Pufferkapazitäten gedacht, da die Zahl der Flüchtlinge weiter zunimmt“, sagte Meineke auf Nachfrage. Bis zu 50 Personen könnten darin Platz finden. Der Parkplatz der Feuerwache diente jedoch nur als Zwischenlager.

Wann und wo die Gemeinde die Wohnwagen später aufstellt, will die Verwaltung frühzeitig 
bekannt geben. Fachbereichsleiter Olaf Fals nennt mögliche Standorte: „Es ist nicht auszuschließen, dass die Wohnwagen auf dem Parkplatz am Sportplatz in Bredenbeck aufgestellt werden. Es sind uns aber auch noch weitere Plätze angeboten worden“, sagt Fals. Der Vizeverwaltungschef erteilte Gerüchten, die gestern in Bredenbeck kursierten, eine deutliche Absage. „Keineswegs werden wir auf dem Parkplatz 200 Flüchtlinge unterbringen.“

Den Hintergrund des Wohnwagenkaufs formuliert der Bürgermeister konkret: Damit solle die Belegung von Turnhallen und anderen Gemeinschaftseinrichtungen als Notunterkünfte vermieden werden, so Meineke. Offenbar sind die kurz- und mittelfristig verfügbaren Wohnraumkapazitäten für Flüchtlinge nahezu ausgeschöpft. Zurzeit leben im Gemeindegebiet etwa 200 Asylsuchende aus 16 Ländern – Stand Anfang Januar. Bis März werden bis zu 75 weitere Asylbewerber erwartet, bis Ende 2016 sogar bis zu 129. Bislang sind die meisten von ihnen in Wohnungen untergebracht.

Gemeinde greift entschlossen zu: Gebrauchtmarkt nahezu abgegrast

Es war eine schnelle Entscheidung – und offenbar auch ein Schnäppchen: „Wenn wir nicht entschlossen zugegriffen hätten, wäre das Geschäft wohl geplatzt“, sagt Fachbereichsleiter Olaf Fals. Die zwölf bewohnbaren Anhänger wurden gestern auf dem Gelände des Feuerwehrhauses an der Sorsumer Straße abgestellt – als Zwischenlager. Fals ist erleichtert: „Der Markt gibt nicht mehr viel her, andere Kommunen hatten die Wohnwagen schon vor uns gesehen, aber noch um Bedenkzeit gebeten“, erzählt der Fachbereichsleiter. Die mobilen Wohnräume stammen von Händlern in Walsrode und Braunschweig und sind mit TÜV-geprüften Propangasheizungen ausgestattet. „An den Wohnwagen werden aber noch Veränderungen vorgenommen – vor allem im hygienischen Bereich“, sagt Fals. Die Wagentoiletten sollen alle still gelegt werden. „An den Aufstellstandorten wird es sanitäre Außenanlagen geben. Dafür wurden schon zwei Dusch-Container angemietet“, so Fals.

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Zwischenlager: Die Wohnwagen stehen zurzeit auf dem Feuerwehrparkplatz und werden in Kürze noch für ihre spätere Nutzung vorbereitet.

Quelle: Ingo Rodriguez

Von Ingo Rodriguez und Kerstin Siegmund

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