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Hauptstraße: Kostenloses Internet für alle?

Wennigsen Hauptstraße: Kostenloses Internet für alle?

Die Gemeinde und die Wirtschaftliche Interessengemeinschaft (WIG) wollen an der Hauptstraße vor den Geschäften kostenlose Internetzugänge für mobile Endgeräte einrichten. Dafür werden jetzt technische Lösungen gesucht. In drei kommunalen Gebäuden wird künftig auf jeden Fall gebührenfreies Internet angeboten.

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Vom Ortskern kostenlos in das weltweite Datennetz: Die Gemeinde will gemeinsam mit den Wennigser Geschäftsleuten entlang der Hauptstraße drahtlose Internetnutzung für mobile Endgeräte zu Verfügung stellen.

Quelle: Ingo Rodriguez

Wennigsen. Es sind ehrgeizige Pläne. Aber: Bevor es eine technische Lösung gibt, sollte die Öffentlichkeit nicht eingeweiht werden. "Wir wollen Enttäuschungen vermeiden, wenn es doch nicht klappt", sagt Wennigsens Wirtschaftsförderer Christian Mainka.

Jetzt ist er aber nicht darum herum gekommen, von den Plänen zu berichten. In einer öffentlichen Ausschusssitzung hatte die Grünen-Fraktionsvorsitzende Christina Müller-Matysiak in ihrer Eigenschaft als Flüchtlingsbetreuerin eine Anfrage an die Verwaltung gestellt: Ob es möglich sei - nach dem Vorbild der Stadt Hannover - für Asylbewerber kostenlose Internetzugänge anzubieten, öffentlich zugänglich, weil die Wennigser Flüchtlinge bislang dezentral in Wohnungen untergebracht sind.

Hintergrund der Anfrage: Als Integrationslotsin weiß Müller-Matysiak, wie wichtig es für die Asylsuchenden ist, mit ihren Familien in den Krisengebieten Kontakt aufzunehmen. "Weil für viele die Handykosten kaum bezahlbar sind, könnte man  in der Gemeindebücherei kostenloses Internet anbieten", so Müller-Matysiak.

Sie rannte offene Türen ein. Denn: Die Gemeinde arbeitet an einer größeren Lösung. Das räumte Mainka aber nur zögerlich ein. Auf erneute Anfrage tritt er jetzt die Flucht nach vorne an: "Im Zuge des Internetausbaus in den Orten lässt die Gemeinde alle kommunalen Liegenschaften mit Hochgeschwindigkeitsinternet ausstatten", sagt er. Der Transport des steigenden Datenvolumens lasse sich sonst nicht mehr bewältigen. Sympathischer Nebeneffekt: "Im Rathaus, in der Bücherei und im Haus der Jugendpflege werden in Kürze sogenannte Hotspots eingerichtet", sagt Mainka. Die kostenlose Internetzugangspunkte für Smartphones oder Tablet-Computer seien als Service für Jugendliche und Besucher der Einrichtungen gedacht.

Profitieren sollen von dem Netzausbau des Anbieters Htp möglichst auch Kunden der Geschäfte an der Hauptstraße. "Es wird nach einer technischen Lösung gesucht, vor den Läden ebenfalls kostenlos zu surfen", sagt Mainka. Auch die Wig ist an dem Service für Besucher interessiert. "Wenn ein flächendeckender Hotspot möglich ist, würden wir uns finanziell beteiligen", sagt der Vorsitzende Achim Gärtner.

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