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Viertklässler reisen in die Vergangenheit

Wennigsen Viertklässler reisen in die Vergangenheit

Schiefertafel, Rohrstock, gerade sitzen: Die Viertklässler der Grundschule Wennigsen haben im historischen Klassenzimmer des Heimatmuseums eine Menge über die Unterrichtsmethoden vor etwa 100 Jahren gelernt. Die Schulstunde im Museum war der Abschluss eines Lernprojekts. Und: Der Rohrstock kam nicht zum Einsatz.

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So wie früher: Die Jungen und Mädchen aus der Klasse 4b der Grundschule Wennigsen werden im Heimatmuseum von Lucy Lange-Kaluza (hinten links) und Klassenlehrerin Judith Wiesner einmal probeweise so ähnlich unterrichtet wie ihre Altersgenossen vor etwa 100 Jahren.

Quelle: Ingo Rodriguez

Wennigsen. So eine Lerneinheit lässt sich ohne Zweifel als anschaulicher Unterricht bezeichnen: Es war der achtjährige Robin, der nach der Schnupperstunde im Heimatmuseum die einhellige Meinung aller Kinder eindrucksvoll zusammen fasste: „Es ist gut, dass wir heute anders unterrichtet werden, das ist nicht so streng.“

Zuvor hatten die Jungen und Mädchen aus der Klasse 4b, aber auch Klassenlehrerin Judith Wiesner, eine Reise in die Vergangenheit gewagt: gerade sitzen, beim Sprechen aufstehen, starre Reihensitzordnung, korrektes Melden nur mit gestütztem Arm, ansonsten beide Hände stets flach auf dem Tisch, Schiefertafel mit Griffel anstatt Hightech-Elektro-Board. Und die gespielt strenge Lehrerin Lucy Lange-Kaluza vom Heimatmuseum hatte für Störenfriede im historischen Klassenzimmer stets demonstrativ den Rohrstock in Griffnähe – wenn auch nur zu Vorführungszwecken.

Dass Lange-Kaluza die Rolle der strengen Lehrerin inzwischen bestens beherrscht, hat einen Grund: "Das Lernprojekt 'Alte Schule' gehört bei uns in unregelmäßigen Abständen seit mehreren Jahren zum Lehrstoff des vierten Grundschuljahrgangs“, sagte die echte Klassenlehrerin Wiesner. Sie hatte sich für den Projektabschluss im Museum – ebenso wie viele Schüler – von den Eltern oder Großeltern sogar Kleidungsstücke aus längst vergangenen Zeiten vom Dachboden oder aus dem Keller holen lassen – Hosenträger und modische Brosche inklusive. „Pinkfarbene Kleidung mit Glitzer gab es damals nicht“, sagte Wiesner.

Für die Wennigser Viertklässler ist der Besuch im Heimatmuseum seit Jahren der Projektabschluss. Dort gehört im ersten Stockwerk das historische Klassenzimmer mit dem alten Mobilar der früheren Zwergschule der Wennigser Mark seit 1996 zur Dauerausstellung. „Wir haben uns vorher aber auch im Unterricht alte Bilder angeguckt und die frühere Sütterlinschrift geübt“, so Wiesner.

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