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Grundschulkinder schieben eine ruhige Kugel

Wennigsen Grundschulkinder schieben eine ruhige Kugel

Drei Tage lang haben rund 170 Kinder in der Aula der Grundschule Bredenbeck verschiedene Forscherstationen ausprobiert und sich über so manch physikalisches Gesetz gewundert. "Miniphänomenta" lautet der Name des Projekts, das Kindern die Naturwissenschaft näher bringen soll.

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Tameha (9) und Luca (8) schauen sich den Verlauf der Kugel an.

Quelle: Stephan Hartung

Bredenbeck. Technik oder Physik steht noch nicht auf dem Stundenplan. Aber mal selbst zu experimentieren, ist in der Grundschule trotzdem möglich. "Das macht mehr Spaß als normaler Unterricht", sagt Luca und fügt mit einem Lächeln hinzu: "Aber das würde wohl jedes Kind sagen."

Der Zweitklässler der Grundschule Bredenbeck, er ist in der sogenannten Fröscheklasse, steht an einer Station mit einer Kugel und vielen kleinen Kanten aus Holz. Die Aufgabe: Die Holzstücke so versetzen, dass die Kugel möglichst langsam die schräge Ebene hinunter rollt. Zusammen mit Tameha aus der Janusz-Korczak-Schule, die ebenfalls in der Grundschule Bredenbeck an der Miniphänomenta teilnimmt, grübelt Luca - und hat eine Lösung.

"Für die Schüler sind es tolle Erfahrungen, erstmals mit solchen Experimenten in Berührung zu kommen", sagt Klassenlehrerin Kathrin Kühn-Meise. Und die Schüler sind auch begeistert. "Die Dunkelkammer hat am meisten Spaß gemacht", berichtet Luna. An dieser und 19 anderen Stationen galt es Fragen zu klären wie: Warum leuchten weiße Gegenstände im Schwarzlicht? Welche Murmel ist die schnellste auf unterschiedlich gebogenen Rollbahnen? Leitet unser Körper? Kann man farbiges Licht mischen?

Unter der Leitung von Lehrerin Anja Opitz, Fachfrau für die Miniphänomenta, und Hausmeister Michael Hettig wurden zum Beginn der Woche die Versuchsstationen wieder aus dem Lager geholt und aufgestellt. Vor sechs Jahren hat die Schule den Kontakt zur Universität Flensburg aufgenommen, 20 Stationen haben Eltern in Eigenarbeit nachgebaut.

Das ist die Idee der Miniphänomenta

Professor Dr. Lutz Fiesser gilt als Begründer des ersten deutschen Science-Centers, der Phänomenta in Flensburg. Während er in der Lehrerausbildung tätig war, hat er sich mit der Frage beschäftigt, wie Kinder vor allem in Grundschulen Zugang zu frei zugängliche Experimentierstationen erhalten und sich dabei mit naturwissenschaftlichen und technischen Phänomenen befassen können – daher der Zusatz „Mini“, weil das Projekt für die Kleinen ist. Die diversen Versuchsstationen können sich Schulen von der Universität Flensburg für zwei Wochen ausleihen – und dann nach Anleitung nachbauen.

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Fotostrecke Wennigsen: Grundschulkinder schieben eine ruhige Kugel

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Von Stephan Hartung

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