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Guerilla-Gärtner geben nicht auf

Wennigsen Guerilla-Gärtner geben nicht auf

Wennigsens Guerilla-Gärtner geben nicht auf. Seit Jahren verschönern sie im Frühjahr das schmucklose Pflaster des Hagemannplatzes - weil dort die geplanten Baumpflanzungen auf sich warten lassen.

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Einfach mal was pflanzen: Unbekannte haben am Hagemannplatz in Wennigsen Guerilla-Gardening betrieben.

Quelle: Nils Oehlschläger

Wennigsen. Es ist eine friedliche Protestbewegung - und eine ansehnliche noch dazu: Die selbst ernannten Guerilla-Gärtner haben Frühlingsblumen in die Baumscheiben des Hagemannplatzes gepflanzt. Die Verschönerungsaktion hat einen ernsten Hintergrund. Eigentlich sollten am Hagemannplatz längst Bäume wachsen. So sieht es das Konzept des vor fast zehn Jahren neu gestalteten öffentlichen Raums vor.

Nach Anwohnerprotesten und endlos erscheinenden politischen Diskussionen über den im Jahr 2002 gefassten Beschluss für den Hagemannplatz liegt diese Angelegenheit seit sechs Jahren auf Wiedervorlage im Wennigser Rathaus. Die Gemeindeverwaltung hat den Abschluss des Bebauungsplanes zurückgestellt. "Der Bereich ist Bestandteil des Sanierungsgebietes Hauptstraße. Wir haben jetzt eine andere rechtliche Situation und können die Angelegenheit neu bewerten", sagt Bürgermeister Christoph Meineke. Wegen dringender anderer Aufgaben wie die Unterbringung von Flüchtlingen hätte die Verwaltung die Lösung des Problems Hagemannplatz aufschieben müssen.

Ursprünglich waren in dem Teilstück der Hagemannstraße Linden vorgesehen. Wegen der Kronenbildung fühlten sich Anwohner beeinträchtigt, sie sehen ihre Aussicht gefährdet. Daraufhin wurden schlanke Säulen-Hainbuchen favorisiert, die aber weder von allen Ratspolitikern noch von den Anwohnern gut geheißen wurden. Ein weiteres Problem muss ebenfalls noch gelöst werden. Zwar ist der Platz öffentlich, einige Randbereiche liegen jedoch auf Privatgrundstücken, was  bei der Planung offenbar nicht berücksichtigt worden war.

Auf die endgültige Klärung wollten die Guerilla-Gärtner nicht warten. Vor sechs Jahren pflanzten sie erstmals in einer Nacht- und Nebelaktion Blumen rund um die Holzpfosten, die jene Stellen markieren, an denen die Bäume vorgesehen sind.

Sogenanntes Guerilla-Gardening ist eine internationale, friedliche Protestbewegung, die es sich zur Aufgabe gesetzt hat, unter anderem den öffentlichen Raum zu verschönern. Aktionen, wie die in Wennigsen, werden bevorzugt mit heimlichen Überraschungspflanzungen in die Tat umgesetzt.

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Von Redakteur Kerstin Siegmund

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