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Gute Noten für das Leben in Wennigsen

Wennigsen Gute Noten für das Leben in Wennigsen

Viel Lob - kaum Kritik: Die Wennigser sind sehr zufrieden mit den Lebensbedingungen in der Deistergemeinde. Das gilt zumindest für 30 Bewohner. Sie sind von Achtklässlern der KGS anlässlich eines Unterrichtsprojekts befragt worden.

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Die Achtklässler der KGS diskutieren mit Bürgermeister Christoph Meineke (Mitte), Klassenlehrerin Petra Thies (Zweite von rechts) und dem stellvertretenden Schulleiter Bernhard Klingelhöfer (rechts) über die Ergebnisse ihrer Umfrage.

Quelle: Ingo Rodriguez

Wennigsen. Einmal Note Eins, siebenmal eine Zwei und nur ein Befriedigend: Dieses Zeugnis kann sich sehen lassen. Ausgestellt wurde es dem Standort Wennigsen von 30 Bürgern im Alter von 16 Jahren bis ins Seniorenalter. Sie wurden von den Jungen und Mädchen aus der Klasse 8g2 der Sophie-Scholl-Gesamtschule Anfang Mai an belebten Standorten im Ort Wennigsen gebeten, soziale, infrastrukturelle und gesellschaftliche Lebensumstände nach Schulnoten zu bewerten.

Um zu erfahren, ob sich die Bürger in Wennigsen wohl fühlen, war auch Bürgermeister Christoph Meineke zur Vorstellung der Umfrageergebnisse in die KGS gekommen - trotz der statistisch gesehen geringen Repräsentativität. "Wir haben im Rathaus jeden Tag damit zu tun, auf Lob und Kritik am Standort zu reagieren", sagte Meineke und sprach der Ministudie eine hohe Aussagekraft zu. "Das sind sozialwissenschaftliche Ergebnisse", betonte Meineke.

Er verfolgte die Präsentation der Jugendlichen mit großem Interesse. Sehr gut schneidet in der Umfrage der Achtklässler die naturnahe Umgebung ab, Angebote für Senioren und Arbeitsplätze sind demnach in Wennigsen nur zufrieden stellend. Gute Qualität bescheinigen die 30 Befragten den Kindergärten und Schulen, der ärztlichen Versorgung, der Sicherheit, den Einkaufsmöglichkeiten, den Freizeitaktivitäten, dem sozialen Umfeld sowie Mobilitätsaspekten wie öffentliche Verkehrsanbindung, Fuß- und Fahrradwege.

Hintergrund der Umfrage war ein Unterrichtsprojekt im Fach Geschichtlich-soziale Weltkunde. Das Thema: "Die Einflüsse meiner Umgebung". Die Achtklässler waren in Kleingruppen losgegangen, um vor Supermärkten und Geschäften entlang der Hauptstraße ihre Fragen zu stellen. Vor allem ältere Leute seien eher bereit gewesen, sich für die Kurzinterviews zur Verfügung zu stellen, Jugendliche kaum - so lautete die einhellige Erfahrung der Achtklässler. Die Kritik an Seniorenangeboten sei kurioserweise mehrheitlich von jüngeren Erwachsenen geäußert worden.

Dass in Wennigsen die Arbeitsplätze nur als befriedigend eingestuft wurden, konnte der Bürgermeister nachvollziehen. "Wennigsen ist in erster Linie ein Wohnstandort und für Berufstätige eine Auspendlerkommune", sagte Meineke. Deshalb seien mehrheitlich Handwerks- und Landwirtschaftsbetriebe am Standort angesiedelt. Er zeigte sich aber nicht nur von der überwiegend hohen Zufriedenheit der Bürger angenehm überrascht. "Ich freue mich, dass sich die Schüler aktiv mit unseren gesellschaftlichen Umständen und sozialen Akteuren beschäftigen", sagte Meineke.

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