Volltextsuche über das Angebot:

5 ° / -3 ° Regenschauer

Navigation:
Haben sich Ameisen eingenistet?

Wennigsen Haben sich Ameisen eingenistet?

Der Fall ist mysteriös: Überall in der Wohnung von Barbara Grube finden sich schwarze Kratzer und Punkte, die wie angefressen aussehen und Möbel, Fliesen und Glasscheiben kaputt machen. Zerfrisst ein Pilz die Wohnung? Experte Hubert Klimke denkt eher nicht. Es könnte sich um eingeschleppte Ameisen handeln.

Voriger Artikel
In Bredenbeck droht "Katzenexplosion"
Nächster Artikel
"Das Haus hält einen jung und flexibel"

Kennt sich aus: Hubert Klimke wird von manchen auch als der Pilzpapst vom Deister" bezeichnet. Er denkt an eingeschleppte Ameisen, die sich in der Wohnung eingenistet haben könnten.

Quelle: Heinz

Wennigsen. "Pilzsporen sind leider weit verbreitet", sagt der Völksener. Die angenagten Holz- und Plastikteile in der Wohnung von Barbara Grube wiesen allerdings auf Schädlinge mit beißenden Mundwerkzeugen hin.

Der Biologe und Chemiker kennt sich mit Pilzen aus. Die schwammigen Lebewesen faszinierten ihn schon im Studium und wurden sein Spezialgebiet. Der "Pilzpapst vom Deister", wie Klimke von manchen genannt wird, gibt Kurse an der VHS. Der Dozent beteiligt sich beim Hubertusfest im Springer Wisentgehege, ist aktiv in der Pilzgruppe des Fördervereins Wisentgehege und initiierte dort einen öffentlichen Pilzlehrpfad.

Klimke denkt an eine eingeschleppte Ameisenart, die sich in der Wohnung der Wennigserin eingenistet haben könnte. Auf staatenbildende Insekten könnte aus seiner Sicht auch der entfernte Pflanzentrog im Waldkater hinweisen. Eine Bekannte von Barbara Grube vom Waldkater hatte einen Pflanzentrog draußen vor dem Fenster stehen gehabt, und die Scheibe war von außen wie zerfressen gewesen. Das gleiche Phänomen wie in der Wohnung von Barbara Grube. Der Pflanzenbehälter kam weg, seitdem gab es keine neuen Schäden mehr.

"Es gibt lupenkleine Arten von Ameisen, die Holz zernagen", weiß Klimke. Gegenstände würden mit Giftstoffen, die in Drüsen erzeugt werden, angeätzt. Manche Arten seien dämmerungs- und nachtaktiv, leben mitunter in Holz, auch draußen wie in Blumenkästen und seien deshalb nicht leicht zu finden.

Hilfreich wäre es, die genauere Zusammensetzung der gefundenen kristallinen Partikel zu kennen. "Vielleicht hilft hier die Leibniz-Universität weiter", sagt Klimke. Sein Rat: An verschiedenen Stellen doppelseitiges Klebeband anbringen. "Vielleicht fangen sich die Übeltäter."

doc6quhn9d28l51jb984azy

Fotostrecke Wennigsen: Haben sich Ameisen eingenistet?

Zur Bildergalerie
Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
doc6soblemd6w2mv6h911q
Musikalisches Feuerwerk

Fotostrecke Wennigsen: Musikalisches Feuerwerk

Ihr Kontakt zur Redaktion

Jennifer Krebs:
Telefon: 05108 642 - 117
E-Mail: jennifer.krebs@haz.de