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Die Schulden steigen weiter

Wennigsen Die Schulden steigen weiter

Bürgermeister Christoph Meineke hat am Donnerstagabend den Haushalt 2017 eingebracht. An Schuldenabbau ist nicht zu denken. Die Ausgaben der Gemeinde übersteigen die Einnahmen bei Weitem. Auch mittelfristig ist keine schwarze Zahl zu erwarten.

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Wo steht die Gemeinde? Wo will sie hin? Was sind die drängendsten Aufgaben? Bürgermeister Christoph Meineke stellt dem Rat den Haushaltsentwurf für 2017 vor.

Quelle: Jennifer Krebs

Wennigsen. Im vorgelegten Ergebnishaushalt, der die laufende Verwaltungstätigkeit abbildet, klafft eine Lücke von 5,5 Millionen Euro. Seit Jahren lebt Wennigsen mit diesem Missverhältnis und ist in den Pflichtaufgaben unterfinanziert. Dabei schaffte es die Kommune zuletzt sogar, einen Überschuss von rund einer Millionen Euro zu erwirtschaften. Allerdings sei dies eine rein rechnerische Größe, dämpfte der Bürgermeister sofort jeglichen Optimismus.

Die wichtigste Nachricht für die Bürger: Trotz des Defizits will der Verwaltungschef die Steuern vorerst nicht noch weiter erhöhen. Wennigsen setzte die Grundsteuern A und B erst vergangenes Jahr um 20 auf 460 Punkte hoch, liegt damit aber nach wie vor zehn Prozentpunkte unter dem Regionsschnitt. Allerdings "werden wir viele Gebührensatzungen überarbeiten müssen", kündigt Meineke an.

Im kommenden Jahr muss die Gemeinde voraussichtlich etwa 4,2 Millionen Euro an Krediten für Investitionen aufnehmen. Die Schulden steigen auf 31 Millionen Euro - investitionsbedingt. Die Liquiditätskredite sollen auf 20 Millionen Euro erhöht werden. Das einzig Positive: Einen einjährigen Kassenkredit über 15 Millionen Euro hat der Bürgermeister erst vor wenigen Tagen zu Null Prozent Zinsen abgeschlossen.

200.000 Euro sind veranschlagt für ein Sanierungskonzept für die Grundschule Bredenbeck. 1,5 Millionen Euro kostet die neue KGS-Mensa.

Für 60.000 Euro soll am Kindergarten Vogelnest ein neues Außengelände gestaltet werden.

745.000 Euro sind für den Ausbau der Lübecker Straße in Argestorf vorgesehen. Die Hauptstraße in Wennigsen wird neu veranschlagt mit 572.000 Euro.

Für neue LED-Straßenlampen und zusätzliche Lichtpunkte in mehreren Ortschaften sind 340.000 Euro angesetzt.

80.000 Euro kalkuliert die Verwaltung für ein neues Dokumenten-Management-System - eine elektronische Aktenverwaltung, die für ein modernes Gebäudemanagement eingeführt werden soll.

20.000 Euro kostet die Planung für die Erweiterung des Feuerwehrgerätehauses in Evestorf.

Die Sitzung am Donnerstagabend war die letzte des alten Rates. Der neue Rat konstituiert sich am 10. November. Der Haushalt soll dann Ende Januar verschiedet werden.

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