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Heckenrückschnitt stößt auf Kritik

Wennigsen Heckenrückschnitt stößt auf Kritik

Ein starker Rückschnitt mehrerer Hecken sorgt auf dem Friedhof Wennigsen für Unverständnis. Gerhard Krick, Vorsitzender der Ortsgruppe des Naturschutzbundes (Nabu), kritisierte das Vorgehen und mahnte für die Zukunft ein schonenderes Zurückschneiden an.

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Nabu-Vorsitzender Gerhard Krick mahnt einen schonenderen Rückschnitt von Hecken an. Er bemängelt den starken Rückschnitt dieser und weiterer Hecken auf dem Friedhof Wennigsen.

Quelle: Carsten Fricke

Wennigsen. „Der Friedhof ist so wunderschön angelegt – doch was dort gemacht wurde, findet bei mir kein Verständnis“, sagte Krick. Mehrere Anlieger des Friedhofs hätten sich nach dem Rückschnitt der teils mehr als 50-Meter langen Heckenabschnitte im Februar bei ihm gemeldet und die Rechtmäßigkeit hinterfragt.

Grundsätzlich sei der erfolgte Rückschnitt bis auf knapp einen Meter hohe Stämme wohl zulässig, betont Krick. Allerdings empfehle das Merkblatt der Region Hannover zum Heckenschutz ein anderes Vorgehen. Demnach gehört „der totale Rückschnitt aller Gehölze in Abschnitten, die länger als zehn Meter sind“, zu den häufigsten Fehlern bei der Pflege von Hecken. Die biologische Funktion als Hecke sei dann nicht mehr erfüllt.

Außerdem führt Krick die Baumschutzsatzung der Gemeinde Wennigsen an, nach der es verboten ist, „geschützte Bäume oder Hecken zu beseitigen, zu zerstören, zu beschädigen oder in ihrer typischen Erscheinungsform wesentlich zu verändern“. Eine solche wesentliche Veränderung sei Krick zufolge mit dem Rückschnitt der zuvor mehrere Meter hohen Hecken gegeben. „Wir haben hier eine Baumschutzsatzung, doch es kümmert keinen“, sagt der Nabu-Vorsitzende.

Nach Kricks Informationen soll im nächsten Jahr eine rund fünf Meter hohe Hecke auf der Nordostseite des Friedhofs ähnlich stark zurückgeschnitten werden. Er würde sich wünschen, dass die Verantwortlichen stattdessen sensibler vorgehen und die Hecke weniger stark verändern. Er habe durchaus Verständnis, dass es wirtschaftlicher sei, Hecken seltener, aber dafür stärker zurückzuschneiden. „Aber wenn man Naturschutz betreiben will, ist das nun einmal oft mit mehr Aufwand verbunden“, mahnt Krick an.

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Von Carsten Fricke

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