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Ausstellung: Zeigt her, was ihr sammelt

Wennigsen Ausstellung: Zeigt her, was ihr sammelt

"Verborgene Schätze": Im Heimatmuseum öffnet am Sonntag eine Sonderaustellung, die zeigt, was die Wennigser so alles sammeln. Weit über 1000 Exponate von 25 Ausstellern sind zusammengekommen.

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Dirk Müller vom Förderkreis arrangiert für die neue Ausstellung die Puppen im Fünfzigerjahrezimmer.

Quelle: Jennifer Krebs

Wennigsen. Sammeln ist eine Leidenschaft von vielen Menschen. Die einen sammeln alte Geldscheine, Bügelverschlüsse von Bierflaschen oder Modelle vom VW-Käfer, die anderen Keksdosen von Bahlsen, Zuckerstückchen oder alles von Donald Duck. „Es ist schon erstaunlich, was die Leute so alles aufheben“, sagt der Leiter des Heimatmuseums, Harro Lange.

Öffnungszeiten

Die neue Sonderausstellung ist ab Sonntag, 30. August, 11 Uhr, geöffnet. Die Exponate werden bis zum 20. Dezember ausgestellt. Die Ausstellung ist immer sonntags von 10 bis 12.30 Uhr zu sehen. Jeden ersten Sonntag im Monat – am 6. September, 4. Oktober, 1. November und 6. Dezember – öffnet das Heimatmuseum von 14.30 bis 17 Uhr. Sonderführungen sind nach Absprache unter Telefon (0 51 03) 76 36 möglich.

Für seine neue Sonderausstellung hatte das Heimatmuseum nach „verborgenen Schätzen“ gesucht, die von privaten Sammlern gehütet werden. Weit über 1000 Exponate von 25 Ausstellern kamen zusammen. In einer Vitrine sind allein 400 Eulen drapiert - eine Sammlung vom Förderkreis-Vorsitzenden Dirk Müller. Seine Stellvertreterin Barbara van der Pol hat ihre Frösche mitgebracht. In einem Regal sitzen an die 100 Teddybären. Mit den Porzellanpuppen wurde schon ins Fünfzigerjahrezimmer im ersten Stock ausgewichen, weil es nicht genügend Platz für die vielen tollen Ausstellungsstücke gibt. Sonst ist der Bereich der Dauerausstellung für die wechselnden Sonderausstellungen eigentlich immer tabu.

Schon öfter hat das Heimatmuseum Ausstellungen mit Exponaten privater Sammler organisiert. Es gab schon einmal eine Puppenausstellung, auch Zinnsoldaten wurden bereits gezeigt. Neu ist bei dieser Sonderausstellung: „Thematisch gab es keine Vorgaben oder Einschränkungen“, sagt Müller.

Um sicherzugehen, dass die neue Ausstellung auf jeden Fall funktioniert, hatte der Vorstand zunächst im Bekanntenkreis nach Sammelleidenschaften gefragt. Allein diese Exponate hätten notfalls schon gereicht, um eine Ausstellung damit zu bestücken. Dann folgte der erfolgreiche Aufruf in der Zeitung. Münzen, Taschenuhren oder Briefmarken werden in der Sonderausstellung übrigens nicht gezeigt. Es gebe bestimmt Wennigser, die so etwas sammeln. Solche Dinge seien aber zu wertvoll, als dass sie jemand zur Verfügung gestellt hätte.

Museumsleiter zeigt seine selbst gebauten Marionetten

Bestimmt 50 selbst gebaute Marionetten besitzt Museumsleiter Harro Lange: Wassernixen, Märchenfiguren und Fabelwesen. Eine kleine Auswahl seiner Marionetten zeigt der Wennigser in der Sonderausstellung im Heimatmuseum. Darunter ganz einfache, die nur mit drei Fäden gespielt werden – „so haben wir angefangen“, erzählt Lange. Die erste Marionette brachte seine Frau Lucy aus Thailand mit, das war vor 25 Jahren. Ein Freund schenkte ihnen eine Marionette aus Birma, wo das Marionettenspiel zu den bekanntesten Kulturgütern gehört. „Diese Marionetten haben uns faszinierend“, sagt Lange, der auch birmanische Schnurpuppen für die Ausstellung zur Verfügung stellt. Seit diesen ersten Marionetten sammelt Lange aus Leidenschaft – und baut selbst. Köpfe und Körper sind aus einer Modelliermasse geformt, die aushärtet. In einem kleinen Theaterteam für Kinder werden dann mit den Marionetten Märchen lebendig. Seit seiner Pensionierung hat der frühere Diakon auch mehr Zeit für Puppenbau, Textarbeit und Aufführungen.

Jennifer Krebs

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