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Gehen im Bürgersaal 
bald die Lichter aus?

Wennigsen Gehen im Bürgersaal 
bald die Lichter aus?

Im Finanzausschuss der Gemeinde haben die Haushaltsberatungen buchstäblich überraschende Investitionspläne ans Licht gebracht. Die Verwaltung hat für 2016 im Haushalt 65 000 Euro angemeldet, um im Bürgersaal des Rathauses moderne LED-Beleuchtung zu installieren – angesichts aller Sparzwänge eine umstrittene Ausgabe.

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Umstrittene Lichtverhältnisse: Die Gemeindeverwaltung will laut Haushaltsplan im Bürgersaal des Rathauses für rund 65 000 Euro eine neue Anlage mit LED-Beleuchtung einbauen.

Quelle: Ingo Rodriguez

Wennigsen. Mitten in den Beratungen blickte der Gemeindekämmerer Michael Beermann plötzlich in staunende Gesichter – fraktionsübergreifend. Beermann hatte gerade einige für 2016 im Haushalt eingeplante Sach- und Dienstleistungen erläutert.

Rund 5,9 Millionen Euro sind insgesamt für diesen Posten veranschlagt. Die SPD hatte deshalb zur Kostenreduzierung eine Pauschalkürzung um 15 Prozent in Erwägung gezogen. Das ist laut Beermann zwar haushaltsrechtswidrig. Trotzdem sollte er erläutern, welche Projekte bei so einer Kürzung gefährdet seien. Und als ein Beispiel nannte Beermann die für rund 65 000 Euro geplante neue Beleuchtung im Bürgersaal.

65 000 Euro für eine neue Anlage mit moderner LED-Beleuchtung? Davon hatte offensichtlich noch nie ein Ausschussmitglied etwas gehört. Beermann konnte sogar erklären, warum: Diese Ausgabe sei in die Gesamtsumme für bauliche Unterhaltungen mit eingerechnet. „Dieser Posten muss nicht genauer erläutert werden. Das müsste etwas transparenter sein“, räumte er immerhin ein. Gleichzeitig betonte Beermann: „Die Maßnahme ist nötig, die Beleuchtung ist mehr als 20 Jahre alt.“

Im Ausschuss löste die geplante Ausgabe trotzdem Empörung aus. Eine solche Investition könne angesichts der Haushaltslage kaum einem Bürger vermittelt werden, sagte Hans-Heinrich Warnecke (CDU). Die Ausschussvorsitzende Hannelore Nimmrich (SPD) legte nach. „Solange es noch marode Schultoiletten gibt, können wir nicht das Geld für neues Licht ausgeben – leuchtet doch noch.“

Ob der Rat morgen die geplanten Lichter im Haushalt „ausknipst“, wird sich zeigen. Laut Beermann ist es möglich, einzelne Maßnahmen herauszunehmen. Zu dem könne der Verwaltungsausschuss später bei Auftragskosten von mehr als 25 000 Euro die Vergabe ablehnen.

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Die vorhandene Lichtanlage ist mehr als 20 Jahre alt und wird über einen Schaltkasten (kleines Bild) im Empfangsbüro gesteuert.

Quelle: Ingo Rodriguez
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