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Kolumnisten witzeln über Sensoren

Bredenbeck Kolumnisten witzeln über Sensoren

Mit ihrem Programm "Muss ja!" gastierten die HAZ-Kolumnisten Imre Grimm und Uwe Janssen im Bredenbecker Dietrich-Bonhoefer-Haus.

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Imre Grimm (links) und Uwe Janssen sind nicht nur scharfzüngige Analytiker, sondern auch begabte Musiker.

Quelle: Rabenhorst

Bredenbeck. Eine aufwendig geschmückte Bühne brauchen Imre Grimm und Uwe Janssen nicht. Ihnen genügt ein einfacher Tisch. Aufmerksamkeit erregen die Kolumnisten der HAZ lieber mit Worten.

Schon eine halbe Stunde vor Beginn der Lesung, die der Kulturverein K-hoch-3 organisiert hat, saßen die 120 Zuschauer  auf ihren Plätzen im ausverkauften Bonhoeffer-Haus. Mit lautem Applaus begleiteten sie Grimm und Janssen auf ihrem Weg zur Bühne. Die gute Laune springt sofort auf das Publikum über. Mit eleganten Wortdribblings und sprachlichen Gewaltschüssen treten die beiden gegen die Auswüchse des Zeitgeists auf. In ihrem neuen Bühnenprogramm „Muss ja!“ geht es unter anderem um Lüsterklemmen, den Shell-Atlas und Cocktailschirmchen.

Abwechselnd lasen die beiden aus ihren Glossen vor. Schlag auf Schlag prasselten die Texte hernieder, allesamt von Grimm und Janssen mit präzise beobachtetem und eloquentem Wortwitz notierte Alltagsbegebenheiten.

Sinniert wurde auf der Bühne auch über den auf der Hannover-Messe in Halle 11 vorgestellten „Marktplatz der Sensoren“. „Sensoren haben sich in unserem Alltag verbreitet, auch da, wo man nie mit ihnen gerechnet hätte: zum Bespiel auf dem Herrenklo. Etwa in Hüfthöhe. Pissoir-Sensoren bemerken, wenn der Vorgang des männlichen Austretens beendet ist und veranlassen den Spülvorgangs des Urinals automatisch, wenn der Austretende einpackt und sich entfernt“, erläutert Janssen.

Die von den Protagonisten versprochene Mischung aus Aktivlesung, Sitzcomedy und Freizeitrevue kam an beim Publikum. Schluss war erst nach drei Stunden und nach drei Zugaben.

Sichtlich Spaß hatte beispielsweise Hella Diekmann aus Gehrden, die die Kolumnen von Grimm und Janssen seit Jahren verfolgt. „Ihre Spitzfindigkeit bringt mich jedes Mal zum Schmunzeln“, sagt sie. Auch Marlis Puls gefiel der Abend. „Man konnte so richtig schön lachen. Das tut einfach mal gut“, freute sich die Gehrdenerin.

Von Heidi Rabenhorst

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