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Klostergrund droht Biotop zu werden

Wennigsen Klostergrund droht Biotop zu werden

Der Klostergrund sollte eines der größten Neubaugebiete im Calenberger Land werden. Seit vier Jahren geschieht aber nichts auf dem ehemaligen Kleingartengelände zwischen S-Bahn-Linie, Degerser Straße und Mühlbach. Auf der Brachfläche hat sich mittlerweile die Natur ihren Weg gebahnt.

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Baugebiet Klostergrund: So hat die Fläche vor vier Jahren ausgesehen.

Quelle: Michael Hemme (Archiv)

Wennigsen. Noch im Januar hatte Hans-Christian Biallas, Präsident der Klosterkammer Hannover, rasche Fortschritte angekündigt. „Beim Klostergrund werden der Bürgermeister und ich Gas geben“, hatte er beim Neujahrsempfang gesagt. An diesen Worten muss er sich nun messen lassen, denn auch Mitte September hat sich am Baugebiet so gut wie nichts getan. Statt der rund 120 geplanten Wohneinheiten sprießt auf der ehemaligen Kleingartenkolonie lediglich schulterhohes Unkraut aus dem Boden – und das Gelände läuft Gefahr, sich zu einem gesetzlich zu schützenden Biotop zu entwickeln.

Der Zustand des Areals ist auch bei der Region Hannover bekannt. „Wir haben bereits einige Anrufe wegen dieser Fläche bekommen“, sagt Regionssprecher Klaus Abelmann. Seitdem sich Gemeindeverwaltung und Klosterkammer auf eine gemeinsame Vorgehensweise mit der Fläche geeinigt haben, hatte die Natur offenbar größtenteils freien Raum zur Entfaltung. Weit mehr als einen Meter hoch sind die frei wuchernden Pflanzen inzwischen gewachsen und haben zwei verwaiste Hütten von Kleingärtnern bereits verschlungen.

Auch wird die Fläche inzwischen zur unsachgemäßen Müllablage genutzt. So findet sich im hohen Gras ein ausgedientes Sofa sowie Kinderspielzeug und ein kaputter Schreibtischstuhl.„Die Natur ist schnell“, sagt Abelmann. Und das könnte für die Klosterkammer unangenehme Folgen haben. „Wir werden gucken, ob wir dort ein gesetzlich zu schützendes Lebewesen finden“, sagt der Regionssprecher. „Wenn sich dort ein Biotop entwickelt hat, gilt das Zerstörungs- und Beeinträchtigungsverbot.“ Dadurch würde eine Bebauung der Fläche zukünftig erschwert werden.

Die Klosterkammer will sich zur weiteren Vorgehensweise mit dem möglichen Baugebiet vorerst nicht äußern. "Wir befinden uns mit einem potenziellen Investor in einem laufenden Verfahren um die Fläche", heißt es in der Zentrale in Hannover.

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Von Nils Oehlschläger

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