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Wird die KGS zur IGS?

Wennigsen Wird die KGS zur IGS?

Ein SPD-Antrag sorgt für Diskussionsstoff: Die Sophie Scholl Gesamtschule soll von einer KGS in eine IGS umgewandelt werden, damit die Schule attraktiver und für den Wettbewerb fitter gemacht wird. Nicht alle sind von der Idee der SPD begeistert.

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Diskussion über die Zukunft der Sophie Scholl Gesamtschule: Die SPD möchte sie von einer KGS in eine IGS umwandeln.

Quelle: Jennifer Krebs

Wennigsen. Altes Thema neu aufgerollt: Bereits 2012 hat die SPD Überlegungen angestellt, die Sophie Scholl Gesamtschule von einer KGS in eine IGS umzuwandeln. Auslöser für den neuerlichen Vorstoß ist der deutliche Rückgang an Schülern. Im Vergleich zum Vorjahr werden 56 Kinder und Jugendliche (966 statt 1022) weniger beschult. Die Zahlen sind tatsächlich ernüchternd: Im Schuljahr 2011/12 waren allein in der Sekundarstufe 1 mehr als 1000 Schüler an der KGS.
Die SPD hält das KGS-Modell für überholt, zumal der Hauptschulzweig über kurz oder lang nicht mehr existiert werde, glaubt sie. Deshalb sei die Aufteilung in Haupt- und Realschul- sowie Gymnasialzweig nicht mehr zeitgemäß, sagte Martin Ast im Schulausschuss am Montagabend. Anders als an einer kooperativen Gesamtschule werde an einer integrierten Gesamtschule nicht nach Schulformen getrennt.
Die Begeisterung über den Vorschlag hält sich aber in überschaubare Grenzen. Fachbereichsleiterin Barbara Zunker erinnerte daran, dass viel Arbeit und viel Zeit in das Projekt investiert werden müsse. „Wir müssen beispielsweise eine zehnjährige Prognose abgeben, dass wir 96 Schüler pro Jahrgang gewährleisten können“, sagte sie. Zurzeit sind es aber lediglich 88 Jungen und Mädchen. „Uns fehlen 10 Prozent“, rechnete Zunker vor. Außerdem müsse eine Elternbefragung initiiert werden.
Die KGS selbst sieht die Umwandlung eher skeptisch. „Wir müssen und wollen uns von innen heraus modernisieren“, sagte der didaktische Leiter Gert Ackermann. Mit Bildung einer Steuergruppe habe die Schule bereits einen ersten Schritt eingeleitet. „Wir wollen uns verändern. Und daran sollen alle Interessengruppen mitwirken – auch die Politik“, sagte Ackermann. Und überhaupt: Schon jetzt werden im 5. Jahrgang Haupt- und Realschüler in einer gemeinsamen Klasse unterrichtet. Schulleiterin Birgit Schlesinger und ihr Kollegium sehen das ähnlich. „Der Beweis: Bei einer internen Umfrage hätten von etwa 70 Lehrern 45 den SPD-Vorschlag abgelehnt.
Wie auch immer. Für Ast ist der Antrag als Impulsgeber gedacht, sagte der Sozialdemokrat. Eike Werner (CDU) fordert bei der Debatte nicht in politische Blöcke zu zerfallen, sondern einen offenen Prozess einzuleiten. Und Angelika Schwarzer-Riemer (Bündnis 90/Die Grünen) betonte, dass die Schule bei dem Prozess mitgenommen werden müsse. Diese Vorgehensweise unterstützt auch Schlesinger. „Wir müssen alle gemeinsam die Schule gestalten“, sagte sie. Dazu sei ein regelmäßiger Austausch und eine inhaltliche Zusammenarbeit unerlässlich.

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