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Essen im Stehen und in Hektik

Wennigsen Essen im Stehen und in Hektik

Die KSG Wennigsen hat trotz ihres Ganztagsbetriebs noch keine Mensa. Der Bau soll kommen, aber der Zeitpunkt ist ungewiss. Für die Verpflegung der Schüler sorgen derweil Eltern als Ehrenamtliche. In der Cafeteria fehlen jedoch die Sitzgelegenheiten für eine Mittagspause.

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Eltern sorgen für die Verpflegung der Schüler in der KGS.

Quelle: privat

Wennigsen. Die Cafeteria in der KGS Wennigsen wird gut angenommen, pro Woche können sich dort bis zu tausend Schüler mit kalten und warmen Speisen versorgen. Trotzdem gibt es ein großes Problem: Die Schüler haben keinen Sitzplatz und damit auch keine Ruhe, entspannt zu essen.

In der Cafeteria gibt es nur fünf Tische, viel zu wenig für die große Schule. Bis vor etwa zwei Monaten befanden sich in der angrenzenden Pausenhalle Bierzeltgarnituren als Sitzgelegenheit. „Das war richtig gemütlich und für die Kinder ein Highlight“, sagt Cafeteria-Leiterin Kerstin Marx. Aus Brandschutzgründen sei es aber verboten worden, die einfachen Tische und Bänke aufzustellen – das Inventar ist aus Holz, nicht fest im Boden verankert und versperrt die Fluchtwege. „Wir stellen die Bänke und Tische nicht mehr auf. Ich bin dafür verantwortlich, wenn etwas passiert“, sagt die Schulleiterin Birgit Schlesinger. Auf die Gefahren habe sie ein Brandschützer der Region Hannover hingewiesen. „Wir haben die Gemeindeverwaltung informiert, dass wir dringend zusätzliche Sitzgelegenheiten benötigen, denn bis zum Bau der Mensa wird wohl noch viel Zeit vergehen“, sagt Schlesinger und fügt hinzu: „Wir fühlen uns von der Gemeinde im Stich gelassen.“ Ihre Kollegin Julia Zimmermann ergänzt: „Wir haben an unserer Schule ein großes Ganztagsangebot, nur leider zu wenig Räume dafür“, sagt Zimmermann als zuständige Fachbereichsleiterin der Sophie-Scholl-Schule.

Martin Waßermann, Fachbereichsleiter Bau und Umwelt der Gemeinde Wennigsen, kennt die Problematik. „Durch den neuen Anbau an das vorhandene Gebäude hat sich die Situation der Fluchtwege im Bereich der Cafeteria nochmals verschärft. Statt früher 200 Schüler gehen dort jetzt 500 Schüler durch“, sagt er. Daher müsse eine mögliche Alternative zu den Bierzeltgarnituren – feste und nicht brennbare Stühle für die Mittagspause der Schüler einzubauen – erst noch geprüft werden, sagt Waßermann. Ein Gespräch mit der Region habe es dazu schon gegeben.

Die gute Resonanz der Schüler auf die Cafeteria sowie das große Engagement der Eltern sei im Rathaus durchaus bekannt, betont der Fachbereichsleiter. Sofern im aktuellen Haushalt der Gemeinde kein Geld für die benötigten Stühle vorhanden sei, sollten die Sitzgelegenheiten im Sommer erneut ein Thema sein. Dann werde über die Finanzmittel für das kommende Jahr beraten, sagt Martin Waßermann.

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In der Cafeteria der KGS gibt es zu wenig Sitzgelegenheiten für die Schüler.

Quelle: privat

Von Stephan Hartung

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