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Anwohner finden Sanierung überflüssig

Holtensen Anwohner finden Sanierung überflüssig

Kaum Furchen, keine Unebenheiten oder Schlaglöcher: Die geplante Sanierung der Ortsdurchfahrt Holtensen wird von vielen Dorfbewohnern für völlig unnötig gehalten. Die Straßenmeisterei weist den Vorwurf möglicher Geldverschwendung zurück: Die Erneuerung sei notwendig und genau jetzt sinnvoll.

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Kaum sichtbar: Auf der Ortsdurchfahrt Holtensen sind die feinen Risse und die offenporige Struktur der Fahrbahndeckschicht nur aus der Nähe zu erkennen (Bild unten). Laut Straßenmeisterei sollen diese kleinen Schäden aber in kurzer Zeit und bei Frost zu einer erheblichen Verschlechterung des Straßenbelags führen.

Quelle: Ingo Rodriguez

Holtensen. Es ist ein Großprojekt, aber ein Teil der Pläne löst Kopfschütteln aus: Rund eine Million Euro investiert das Land, um die Landesstraße (L) 389 zwischen Bredenbeck und Linderte zu sanieren. Doch während die Fahrbahnerneuerung außerhalb der Ortschaften unstrittig ist und einhellig begrüßt wird, stößt die geplante Instandsetzung der Ortsdurchfahrt von der Bundesstraße 217 bis zum Ortsausgang in Richtung Linderte auf viel Unverständnis im Dorf.

Die unmittelbare Anwohnerin Lisa-Marie Kothe bringt die mehrheitliche Meinung der Nachbarschaft auf den Punkt: „Die Straße wurde vor 16 Jahren gemacht und ist in einem Topzustand“, sagt sie. Obwohl täglich zahlreiche Lastwagen die Strecke nutzten, bestehe keinerlei Notwendigkeit für eine Sanierung. „Da gibt es viel schlimmere Straßen, die man vorziehen könnte“, sagt sie. Auch viele andere Dorfbewohner seien wegen der geplanten Sanierung der innerörtlichen Strecke irritiert.

Die Straßenmeisterei Wennigsen weist den Vorwurf einer überflüssigen Sanierung zurück. Die Fahrbahn sei im Ort an verschiedenen Stellen rissig und offenporig, heißt es auf Nachfrage. Dieser Zustand könne in wenigen Jahren – vor allem bei Frost – zu einer deutlichen Verschlechterung mit erheblichen Schäden führen.

Um das zu verhindern, will die Straßenmeisterei nicht nur außerorts die Deckschicht der L 389 erneuern, sondern auch die rund 400 Meter lange Strecke innerhalb von Holtensen. Die Haltbarkeit dieser Art von Bitum sei etwa auf 15 bis 17 Jahre festgelegt. Und: „Bei einer Straßensanierung entstehen erhebliche Kosten auch wegen der notwendigen Umleitungen des öffentlichen Personennahverkehrs“, sagt ein Mitarbeiter. Und weil die L 389 ohnehin wegen der außerörtlichen Sanierung gesperrt werde, soll die eingerichtete Umleitung genutzt werden, um die Ortsdurchfahrt mit zu erneuern. „Die Sanierung der Strecke kommt wegen der feinen Risse und aus Kostengründen genau zur richtigen Zeit.“

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Kaum sichtbar: Auf der Ortsdurchfahrt Holtensen sind die feinen Risse und die offenporige Struktur der Fahrbahndeckschicht nur aus der Nähe zu erkennen (Bild unten). Laut Straßenmeisterei sollen diese kleinen Schäden aber in kurzer Zeit und bei Frost zu einer erheblichen Verschlechterung des Straßenbelags führen.

Quelle: Ingo Rodriguez
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