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Jäger findet im Wald scharfe Brandbombe

Bredenbeck Jäger findet im Wald scharfe Brandbombe

Ein Jäger hat im Kniggeschen Forst bei Bredenbeck eine scharfe Flüssigbrandbombe gefunden. Der Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg wurde bereits vom Kampfmittelbeseitigungsdienst entsorgt. Weitere Untersuchungen sind in dem betroffenen Gebiet nicht geplant.

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Brisante Entdeckung: Die scharfe Flüssigbrandbombe ist an ihrem Fundort auf dem Waldboden kaum als gefährlicher Kriegsschrott zu erkennen.

Quelle: privat

Bredenbeck. Brisante Entdeckung kurz vor dem Deistertag: Es war ein Jäger, der laut Forstverwaltung anlässlich saisonaler Jagdvorbereitungen zufällig mitten im Wald die scharfe Bombe entdeckte. Offenbar sei der Blindgänger zuvor von wühlenden Wildschweinen freigelegt worden, sagt Betriebsleiter Ralf Schickhaus von der Freiherr Kniggeschen Forstverwaltung. "Die Bombe lag etwa 50 Zentimeter tief im Waldboden, war etwa einen halben Meter lang und hatte einen Durchmesser von rund 18 Zentimetern", berichtet Schickhaus.

Er hatte nach der Mitteilung des Jägers sofort den Kampfmittelbeseitigungsdienst (KBD) informiert. Zwei Beamten der Landesbehörde sicherten kurz danach das Fundstück und brachten es zur fachgerechten Entsorgung. Der Blindgänger war offenbar im Zweiten Weltkrieg von englischen Bombern abgeworfen worden und nicht detoniert. Laut KBD handelte es sich um englische Flüssigbrandbombe, die mit Benzol und Phosphor gefüllt war - ausgestattet mit einem intakten Zünder.

Trotz des brisanten Fundes in einem öffentlich zugänglichen Waldgebiet des Deisters sehen weder die Gemeinde Wennigsen als Gefahrenabwehrbehörde noch der KBD Anlass für weitere Untersuchungen im dem Naherholungsbereich. "Wir leben in einem früheren Kriegsgebiet, da ist es nicht ungewöhnlich auf Munitionsreste und Kriegsschrott zu stoßen", sagt der KBD-Leiter Thomas Bleicher. Das sei täglich überall möglich. Eine Auswertung von Luftbildern sei ohnehin ungeeignet, um kleinere Kampfmittel zu finden. "Damit lassen sich nur größere Krater von Sprengbomben lokalisieren", so Bleicher.

Dass der Kampfmittelbeseitigungsdienst als Landesbehörde sehr zurückhaltend und bewusst erst Tage später Informationen über kleinere Bombenfunde an die Öffentlichkeit weiter gibt, kann er begründen. "Wir wollen vermeiden, dass Neugierige losgehen und mit ihren Sonden privat nach altem Kriegsschrott suchen", sagt Bleicher. Es komme immer wieder vor, dass Sammler gezielt an Fundstellen nach alten Militärorden oder anderen Resten graben - und sich so in Gefahr begeben, sagt Bleicher.

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Brisante Entdeckung: Die scharfe Flüssigbrandbombe ist an ihrem Fundort auf dem Waldboden kaum als gefährlicher Kriegsschrott zu erkennen.

Quelle: privat
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