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Wasserpark: So wenig Gäste wie nie zuvor

Wennigsen Wasserpark: So wenig Gäste wie nie zuvor

Das Wetter hat einfach nicht mitgespielt: So wenig Badegäste wie noch nie kamen in diesem Jahr in den Wasserpark Wennigsen, gerade einmal 6167. Weil die Einnahmen nicht ausreichen, bemüht sich der Trägerverein nun um einen Zuschuss der Gemeinde, um dieses Jahr über die Runden zu kommen.

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Hoffen auf Zuschüsse von der Gemeinde: Die erste Vorsitzende Sigrid Röhrbein, der zweite Vorsitzende Martin Dankert und Kassenwart Michael Meißner.

Quelle: Elena Everding

Wennigsen. Den Wasserpark gibt es seit 17 Jahren. Doch so eine schlechte Saison hat der Trägerverein noch nie erlebt. "Es hat einfach zu oft geregnet oder war zu kalt", resümiert die erste Vorsitzende des Vereins Wasserpark Wennigsen, Sigrid Röhrbein. So kamen seit dem Anbaden am 7. Mai nur um die 6200 Badegäste, während es 2016 noch etwa 16500 waren. Im gesamten Juli sprangen nur 1.900 Menschen ins kühle Nass - "so viele, wie letzten Juli an einem Tag", sagt Röhrbein.

Der Besucherschwund bringt den Wasserpark nun in finanzielle Nöte: Nur knapp 20.000 Euro hat er in dieser Saison durch die Eintrittsgelder eingenommen - zu wenig. "Um kostendeckend zu arbeiten, müssten es etwa 35.000 Euro sein", sagt Schatzmeister Michael Meißner. Im letzten Jahr hat das noch geklappt, da waren es etwa 45.000 Euro Einnahmen. Ohne den höheren Eintrittspreis für Erwachsene - von 3,50 auf 4 Euro - wären es in diesem Jahr noch weniger Einnahmen gewesen.

"Wir wissen noch nicht, wie wir finanziell bis Ende des Jahres über die Runden kommen", räumt Röhrbein ein. Der jährliche Zuschuss von 100.000 Euro von der Gemeinde sei inzwischen aufgebraucht. Zwar hat das Bad seit Mitte September geschlossen, doch die laufenden Kosten für Strom, Gas und Lohn blieben natürlich.

Deshalb verhandelt der Verein nun mit der Verwaltung der Gemeinde, um einen weiteren finanziellen Zuschuss zu bekommen. "Über die Höhe möchte ich noch nichts sagen", erklärt Meißner. Wenn sich der Verein und die Verwaltung auf eine mögliche Höhe geeinigt haben, wird über den Antrag in verschiedenen Gremien und vom Rat beraten. "Wir brauchen aber Mitte oder Ende November eine Entscheidung", sagt der Kassenwart. Über ein mögliches Szenario, falls der Antrag abgelehnt würde, will er nicht spekulieren.

Retten konnte die Besucherzahlen auch nicht der vor Saisonbeginn sanierte Nichtschwimmerbereich. Statt aus Kies besteht der Untergrund nun aus Beton, um das Baden für die Füße angenehmer zu machen. Die Umbaumaßnahme sei von den Badegästen positiv aufgenommen worden. "Das hat viele Familien mit kleinen Kindern angezogen", sagt Röhrbein.

Auch die neuen Regelungen für das Früh- und Abendschwimmen seien erfolgreich gewesen. Von 6 bis 9.30 Uhr und von 19.30 bis 21 Uhr dürfen nur noch Mitglieder des Fördervereins - auf eigene Verantwortung - baden. Sie bezahlen den Eintritt in durch ihren Mitgliedsbeitrag in Höhe von 25 Euro im Jahr. Ins Bad hinein kommen sie mit einem elektronischen Chip. So spart der Wasserpark in dieser Zeit Personalkosten. "Es sind etwa 40 Personen in den Förderverein aus diesem Grund eingetreten", sagt Röhrbein zufrieden.

Trotz allem: Die Besucherzahlen des Wasserparks hängen in erster Linie vom Wetter ab. So bleibt dem Trägerverein nur übrig, im nächsten Jahr auf mehr Sonnenschein zu hoffen.

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Von Elena Everding

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