Volltextsuche über das Angebot:

5 ° / -3 ° Regenschauer

Navigation:
Jetzt gibt es richtig Gegenwind

Degersen Jetzt gibt es richtig Gegenwind

Noch mehr Gegenwind: Bürger aus Wennigsen und Umgebung, die ein Windkraftgebiet in Degersen ablehnen, haben sich zusammengefunden, um ihre Einwände wegen der Änderung des Regionalen Raumordnungsprogramms (RROP) gegenüber der Region Hannover geltend zu machen.

Voriger Artikel
Erstes Konzert auf der renovierten Orgel
Nächster Artikel
Neues Flüchtlingshaus ist bald bezugsfertig

Vision der Zukunft: Die Fotomontage zeigt den Blick von Degersen (aus dem Kapellengarten) auf den Deister, wenn 200 Meter hohe Windkraftwerke in diesem Bereich aufgestellt würden.

Quelle: privat

Degersen. Eine richtige Bürgerinitiative wie in Leveste ist die Gruppierung in Wennigsen nicht. Der Degerser Axel Gebauer spricht von einem "lockeren Zusammenschluss" von Bürgern, die ein Windkraftgebiet in Degersen ablehnen. Ihr Motto: Gegenwind aus Wennigsen.

"Wir positionieren uns aus diversen Gründen eindeutig gegen die wieder beabsichtigte Ausweisung eines Vorranggebiets zur Windenergie-Nutzung der Potentialfläche Barsinghausen-Gehrden-Wennigsen und fordern von der Region, dieses Vorranggebiet wieder vollständig aus ihrer Satzungsentwurfsplanung zu streichen", bringt es Gebauer auf den Punkt. Die Gegner der Regionspläne betrachten die Feldmark zwischen Degersen und Redderse etwa als "schützenswerte Sichtachse im Deistervorland".

Die Gegenwind-Initiative hat eine Bürgerinformation gestaltet, die am Montag in Druck gegangen ist. Ab dem nächsten Wochenende soll das Blatt an alle Wennigser Haushalte verteilt werden. Auch die Nachbarkommunen Gehrden und Barsinghausen sollen in Teilen mit abgedeckt werden.

Was Gebauer nicht nachvollziehen kann: Im jetzigen RROP-Entwurf sind sehr viele andere zuvor als geeignet eingestufte Windkraft-Gebiete herausgefallen, "gefühlt Dreiviertel", sagt er. Die schon als ungeeignet verworfene Fläche bei Degersen wurde aber - nunmehr etwas verkleinert - wieder als geeignet eingestuft. Gebauer ist sich im Klaren: Das erhöht bei der Region den Druck auf die wenigen Gebiete, die es nun noch sind.

Nichtsdestotrotz "werden wir unsere Einwände gegenüber der Region geltend machen". Möglichst viele Bürger, die sich nicht mit den Plänen anfreunden können, sollten ihre ablehnende Haltung in die Regionsverwaltung transportieren und sich äußern, bittet Gebauer. Die Frist für Bürgerstellungnahmen läuft am 11. Mai ab.

Am Dienstag tagt der Regionsausschuss

Der Regionsausschuss für Regionalplanung, Naherholung, Metropolregion und Europaangelegenheiten, der für das Regionale Raumordnungsprogramm (RROP) zuständig ist, tagt am 12. April ab 14 Uhr im Regionshaus an der Hildesheimer Straße. "Das RROP ist dort zwar nicht auf der Tagesordnung, dürfte jedoch unter dem Punkt Fragen von Einwohnerinnen und Einwohnern kurz thematisiert werden können", sagt Axel Gebauer. Er will in der Sitzung Fragen stellen - und würde sich wünschen, dass diese Gelegenheit auch andere Bürger nutzen. Warum werde etwa als maßgeblicher Grund eine in der ersten Planung nicht konkret genug festgelegte Hubschrauber-Tiefflugstrecke angeführt, die als Ausschlusskriterium für Windkraftwerke nunmehr doch nur einen kleinen Teil der ursprünglichen Planungsfläche berührt? Fliegen die Hubschrauber auf einmal anders?

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
doc6smpw4f14c31f5e43er2
Weihnachtsmarkt ist wieder ein Familienfest

Fotostrecke Wennigsen: Weihnachtsmarkt ist wieder ein Familienfest

Ihr Kontakt zur Redaktion

Jennifer Krebs:
Telefon: 05108 642 - 117
E-Mail: jennifer.krebs@haz.de