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KGS: Schüler kaufen Firmenanteile

Wennigsen KGS: Schüler kaufen Firmenanteile

Bedruckte Umhängebeutel als Geschäftsidee: An der KGS Wennigsen haben 15 Zehntklässler gemeinsam eine Schülerfirma gegründet. Um Startkapital für den Produktionsbeginn zu erwirtschaften, verkaufen die Gesellschafter jetzt in den großen Pausen Anteilscheine – und versprechen Gewinnbeteiligung.

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Die Gesellschafter Jonas (links) und Fernando verkaufen in der Pause Anteilscheine für die Schülerfirma. Ole Hagen (siehe Bildergalerie) präsentiert in Berlin den NFTE-Publikumspreis und seine Bauchtaschen-T-Shirts.

Quelle: Ingo Rodriguez/privat/Syara Von Arnim

Wennigsen. Moderne Stoffbeutel aus Leinen, je nach Wunsch individuell mit Siebdruck verziert, mit Kordeln zum Umhängen wie einen Rucksack: „Zurzeit sichten wir Modelle und wählen dann einen Prototypen aus, mit dem wir in die Produktion gehen“, sagt der 16-jährige Jonas Franke.

Er ist einer der Gesellschafter der neuen Schülerfirma „PrinTcess“. Mit ihm hat Schulleiterin Birgit Schlesinger vor zwei Wochen den Gründungsvertrag unterschrieben. Hervorgegangen ist das Geschäftsmodell aus dem Wahlpflichtkurs NFTE. Das ist Abkürzung für Network for Teaching Entrepreneurship. „Ein Unterrichtsmodell, das den Unternehmergeist in Schulen fördern will“, sagt Schulsozialpädagogin Andrea Schröter, die das Projekt mit den Pädagogen Doris Räger und Jörg Langohr betreut.

Seit fünf Jahren wird der Kurs an der Sophie-Scholl-Gesamtschule in den achten bis zehnten Klassen angeboten. 15 Zehntklässler haben jetzt nach dem Abschluss des Kurses mit ihrem Geschäftsmodell für Stoffrucksäcke und Leinentaschen die Schülerfirma gegründet. „Wir verkaufen für 2,50 Euro pro Stück Anteilscheine“, sagt Mitgesellschafter Franke. Geplant sei es, 200 Exemplare zu veräußern, um Startkapital für den Produktionsbeginn zu erwirtschaften.

Später wollen die Zehntklässler mit dem Geld Material kaufen, an jeweils einem Produktionsnachmittag in der Woche in wechselnden Schichten die Beutel anfertigen und bei Schulveranstaltungen verkaufen. Geplant ist auch ein Onlineverkauf. „Auf jedem Fall wird es Beutel mit dem Schullogo geben“, sagt Jonas.

Von den einkalkulierten Überschüssen wollen die Schüler später die Anteilseigner auszahlen. „Gewinnbeteiligung nicht ausgeschlossen“, sagt Jonas. Die Firma werde mögliche Gewinne in die Produktion investieren. „Und in Freizeitaktionen für das Personal“, so der Mitbegründer.

Für den zehnjährigen Adrian klingt das Geschäftsmodell überzeugend. „Ich kaufe zwei Anteilscheine: einen für meine Mutter, die die Idee auch gut findet“, sagt er beim Verkaufsstart.

Für den 14-jährigen KGS-Schüler Ole Hagen hat sich die Teilnahme am NFTE-Kurs bereits ausgezahlt. Beim alljährlichen NFTE-Wettbewerb hatte er mit seiner Geschäftsidee für Bauchtaschen-T-Shirts im Sommer schon den Landesentscheid gewonnen. Beim Bundesentscheid in Berlin verfehlte er nach dem Jurybeschluss zwar das Siegertreppchen. Bei einer Abstimmung hielten aber immerhin die meisten Besucher sein Modell für die beste Idee – Publikumspreis.

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