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Ein ganz neuer Blick auf das Kloster

Wennigsen Ein ganz neuer Blick auf das Kloster

Aus der Sicht von Jugendlichen: Vor dem Kloster Wennigsen können Besucher und Passanten die historischen Gemäuer jetzt aus völlig neuer Perspektive entdecken. KGS-Schüler haben das Kloster und seine Umgebung aus ihrem ganz persönlichen Blickwinkel erschlossen. Eine Fotoinstallation bietet seltene Einblicke.

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Seltene Einblicke und ungewohnte Perspektiven:Klosterkammersprecherin Kristina Weidelhofer, Äbtissin Gabriele-Verena Siemers, Kunstlehrerin Leonie Glatz und Fotograf Uwe Stelter präsentieren vor dem Johanniter-Eingang des Klosters die Installation mit Bildern und Motiven der KGS-Schüler. Die Jugendlichen aus dem zwölften Jahrgang (siehe Bildergalerie) suchen beim Workshop mit Fotoapparaten jeder für sich nach aussagekräftigen Motiven für Momentaufnahmen.

Quelle: Ingo Rodriguez/privat

Wennigsen. Lichtspiele, geometrische Anordnungen, weltliche und spirituelle Motive, Detail- und Momentaufnahmen: Elf Jugendliche aus einem Kunstkurs des zwölften Jahrgangs der Sophie-Scholl-Gesamtschule haben einen Tag lang ganz genau hingeschaut – und immer wieder auf den Auslöser gedrückt. „Es ist interessant, auf was die Jugendlichen geachtet haben. Das sind neue Perspektiven“, sagt Äbtissin Gabriele-Verena Siemers.

Sie hat für das Kunstprojekt der Klosterkammer den KGS-Schülern und Fotokünstler Uwe Stelter auch Räume geöffnet, die sonst für die Öffentlichkeit verschlossen bleiben. „Das Fotografieren war aber nur ein Teil des Workshops“, sagt der Künstler aus Hannover. „Click-Walk“ – so nennt sich eine Spezialität von Stelter, bei der die Teilnehmer seiner Kurse erst die Umgebung eines Standorts erkunden, sich einstimmen und dann immer näher darauf zu gehen, um schließlich mittendrin auf Details zu achten – eine Hand stets am Auslöser einer Digitalkamera.

Für das Kunstprojekt im Kloster Wennigsen hat die Klosterkammer Jugendliche ausgewählt: Elf Zwölftklässler aus dem Kurs der Kunstlehrerin Leonie Glatz. „Das bot sich von der Gruppengröße an“, sagt sie. Den Rundgang mit Klosterbesichtigung hat auch Klosterkammersprecherin Kristina Weidelhofer begleitet. „Click im Kloster ist ein zweitägiger Foto-Workshop, der seit 2013 an 13 Standorten angeboten wurde “, sagt sie. Für die Klosterkammer sei das Projekt ideal, um die Klöster und Stifte zu öffnen und zu zeigen, dass dort nicht nur Vergangenheit zuhause ist.

Der Fototour in Wennigsen war eine technische Einführung vorausgegangen. Nach dem Rundgang wurde einen Tag lang im Computerraum der KGS das Material gesichtet und eine Vorauswahl getroffen. „Manche Schüler hatten bis zu 300 Aufnahmen gemacht“, sagt Stelter. Für die großformatige Foto-Installation seien von jedem Jugendlichen die besten Bilder berücksichtigt worden. „Das ist eine flüssige Erzählung in Bildern“, findet Stelter.

Zu sehen ist die fast 30 Quadratmeter große Tafel jetzt vor dem Johanniter-Eingang auf der Westseite des Klosters. Dort soll sie als Freiluft-Ausstellung zwei Monate stehen bleiben. In zwei Jahren sollen alle Workshop-Installationen zum 200-jährigen Bestehen der Klosterkammer wieder in den jeweiligen Orten aufgebaut werden. Am Sonntag, 11. September, wird die Installation am Tag des offenen Denkmals um 13.30 Uhr noch einmal offiziell präsentiert. Um 14, 15 und 16 Uhr werden kostenlose Klosterführungen angeboten.

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Fotostrecke Wennigsen: Ein ganz neuer Blick auf das Kloster

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