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Wünsche für die Mensa: Politik äußert Bedenken

Wennigsen Wünsche für die Mensa: Politik äußert Bedenken

Genug Sitzmöglichkeiten, Pflanzen und eine Auswahl an mehreren Menus: Eltern und Jugendliche der KGS haben angegeben, was sie sich für den Verpflegungsplan wünschen. Die Politik hat allerdings Bedenken, immerhin nutzt derzeit nur ein Drittel der Schüler das Ganztagsangebot.

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Wie soll das Angebot in der Mensa aussehen? Schüler und Eltern haben ihre Wünsche geäußert. 

Quelle: Archiv (Krebs)

Wennigsen.  Was wünschen sich Schüler und Eltern von der Verpflegung an der KGS? Dazu hat die Gemeinde eine Umfrage gestartet – und nun auch ausgewertet. Am Donnerstag soll der Rat über die Ergebnisse diskutieren. 

Hintergrund der Umfrage ist, dass die derzeitige Verpflegung für einen Ganztagsbetrieb nicht ausreicht. Die Verwaltung hat daher gemeinsam mit der Sophie-Scholl-Gesamtschule eine Vereinbarung mit der Schulverpflegungsstelle Niedersachsen abgeschlossen, um den Bedarf der Schulverpflegung zu ermitteln, wenn die Schule dann bald ihre Mensa hat. 

Befragt wurden nun 970 Schüler und die gleiche Anzahl an Eltern. Rund 60 Prozent der Schüler (611 Stimmen) sowie 44 Prozent der Eltern (425 Stimmen) haben ihre Meinung geäußert.  

Demnach wünscht sich der Großteil der befragten Schüler einen Aufenthaltsraum für die Pausen und Freistunden. Vor allem ausreichend Sitzmöglichkeiten werden von 514 Schülern gefordert. Und auch, dass die Essensausgabe zügig läuft ist für 393 Jugendliche und Kinder wichtig. Sie fänden es laut Umfrage auch gut, wenn die Mensa durch Bilder und Pflanzen einladend gestaltet würde und zudem auch für die Ausstellung von Projekten genutzt werden könnte. Zudem sprachen sich 325 Schüler dafür aus, getrennte Bereiche für verschiedene Altersklassen zu schaffen.  Auch Wlan, Musik, Steckdose und ein Getränkeautomat stehen auf der Wunschliste –und einige würden sich sogar über ein Aquarium freuen. 

Bei den Eltern wurden vor allem die Essgewohnheiten und Besonderheiten beim Essverhalten abgefragt: So gaben sie an, dass 62 Schüler Vegetarier sind. Weitere 35 haben Lebensmittelunverträglichkeiten und bei 35 Schülern muss auf religiöse Einschränkungen geachtet werden. Als Bezahlformen liegt das Bargeld (214 Stimmen) vor, dicht gefolgt von einem Kartensystem (160 Stimmen).  Zudem wünschen sich die Eltern, dass täglich verschiedene Menus angeboten werden. Auch eine Salatbar würde gut ankommen. Ein Großteil der Befragten hat sich zudem dafür ausgesprochen, dass möglichst regionale und saisonale Produkte verarbeitet werden. Mehrheitlich sind die Eltern dazu bereit, für dieses Angebot zwischen 2,50 und 3,50 Euro pro Mahlzeit auszugeben.

Dies alles hat Auswirkungen auf die anfallenden Kosten – sowohl beim Bau als auch während des Mensabetriebs. Die Gemeinde geht derzeit von Baukosten in Höhe von zwei Millionen Euro aus. Gänzlich unklar ist derzeit noch, wie ein kostendeckender Betrieb gewährleistet werden soll. Sicher ist: Je mehr Schüler die Mensa nutzen, desto wahrscheinlicher ist eine Wirtschaftlichkeit. Allerdings nimmt laut Umfrage lediglich ein Drittel aller Schüler derzeit überhaupt am Ganztagsunterricht teil. Die Gemeinde geht momentan davon aus, dass etwa 300 Essen pro Tag verzehrt würden. Im Rathaus ist man sich dessen bewusst, dass sich die Suche nach einem Betreiber, der alle Voraussetzungen erfüllt und das wirtschaftliche Risiko eingehen möchte, als kompliziert erweisen wird.

Auch in der Politik gibt es diesbezüglich Bedenken. „Es gibt kaum eine Mensa in der Region, die kostendeckend betrieben wird“, sagt Hans-Jürgen Herr, Vorsitzender der FDP-Fraktion. Häufig seien Umfang des gewünschten Angebots und der Preis, den die Eltern letztendlich bereit sind, dafür zu bezahlen, nicht miteinander vereinbar.

Am Donnerstag werden die Ergebnisse den Ratsmitgliedern der Gemeinde vorgestellt. Die Sitzung beginnt um 18 Uhr im Bürgersaal des Rathauses. Unter anderem steht auch der Beschluss des Haushalts für das Jahr 2018 auf der Tagesordnung. 

Von Lisa Malecha und Marcel Sacha

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