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Keine Fahrgäste: Regiobus ändert Plan

Wennigsen Keine Fahrgäste: Regiobus ändert Plan

Fahrplanänderung im Eilverfahren: Bereits ab kommendem Jahr sollen in Wennigsen die Busse der Linien 520, 521, 540 und 580 vormittags zwischen 8.49 und 12 Uhr nicht mehr die Bushaltestelle Im Lindenfelde anfahren.

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Keine wartenden Fahrgäste, dafür Belastung des maroden Asphalts und Gefährdung für Radfahrer: Die Haltestelle Im Lindenfelde soll vormittags künftig von weniger Bussen angesteuert werden.

Quelle: Ingo Rodriguez

Wennigsen. Der Ortsrat hat in seiner Sitzung am Mittwochabend einstimmig beschlossen, der Firma Regiobus die Streichung von nahezu leeren Bussen vorzuschlagen. Und: Es zeichnet sich eine schnelle und unbürokratische Lösung ab.

Grund für den Vorstoß ist eine Zählung des Anwohners Jochen Koch. Er hat über Wochen minutiös festgehalten, wie viele Fahrgäste die Haltestelle und die Busse nutzen. Das Ergebnis: Für die Station Im Lindenfelde gibt es vormittags kaum Bedarf. Die Leerfahrten sind deshalb eine unnötige Belastung für den Asphalt, für die Anwohner, und sie gefährden unnötig die Sicherheit von Radfahrern.

„Die Haltestelle ist eine reine Schulbushaltestelle. Der öffentliche Bedarf wird mit der Haltestelle am Rathaus abgedeckt“, sagte Koch im Bürgersaal. Nach seiner Auffassung sind viele Busse zwischen 8 und 12 Uhr entbehrlich, weil die Grundschule eine verlässliche Betreuung von 8.10 bis 12.45 Uhr anbietet. Seine Beobachtung: Davor bringen die Busse viele Kinder zur Schule, danach fahren viele Schüler nach Hause - aber dazwischen fahren 80 Prozent der Busse ohne Fahrgäste die Zusatzschleife über Wiesenstraße und Hagemannstraße, ohne an der Station Im Lindefelde überhaupt zu halten.

Die Zahlen und die Argumentation haben das Unternehmen Regiobus offenbar überzeugt. Bereits vor der Ortsratssitzung hatten Vertreter der Gemeindeverwaltung, der Grundschule und von Regiobus auf Grundlage der Zählung einen Kompromiss erzielt - unter der Voraussetzung gleichbleibender Schülerzahlen in der verlässlichen Betreuung der Grundschule. Laut Verwaltung ist die Umsetzung der Fahrplanänderung jetzt nur noch reine Formsache. Anwohner hatten zwar für die Streichung zusätzlicher unnötiger Busse plädiert. Darauf will sich Regiobus jedoch nicht einlassen. „Dieser Kompromiss ist aber immerhin besser als gar nichts“, sagte Ortsbürgermeisterin Gun Wittrien.

Weil im September Redaktionsschluss für Änderungen im neuen Busfahrplan ist, war das zügige Votum des Ortsrates nötig. Beteiligt hatte sich an der Entscheidung zum ersten Mal auch Rolf Erbelding (SPD), der für den umgezogenen Christian Lorentz in den Ortsrat nachgerückt ist.

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