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Keine Gefahr für die großen Bäume

Sanierung in Wennigsen Keine Gefahr für die großen Bäume

Anwohner der Gartenstraße fürchten, dass wegen der Sanierung und Umgestaltung vor ihren Grundstücken die Bäume am Straßenrand gefährdet sind und es deshalb auch zu Bauverzögerungen kommen könnte. Bei den Arbeiten wurden bereits große Baumwurzeln durchtrennt.

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Es geht voran: Auf der Gartenstraße zeichnet sich inzwischen die künftige Aufteilung von Fahrbahn und Gehwegen ab.

Quelle: Jennifer Krebs

Wennigsen. Trotzdem ist laut Gemeinde weder der Baumbestand noch der Zeitplan in Gefahr. Die Anwohner der Gartenstraße kommen einfach nicht zur Ruhe: Erst gab es die Diskussion über die umstrittenen Straßenausbaubeiträge der Anlieger, dann die Kritik eines Ratsherrn an der geplanten Fahrbahnbreite - jetzt sorgen sich die Grundstücksbesitzer auch noch um ihre Straßenbäume. Der Grund: Bei den Bauarbeiten wurden mehrfach kurzerhand auch dicke Wurzeln gekappt - direkt am künftigen Straßenrand.

Fachbereichsleiter Martin Waßermann von der Gemeindeverwaltung gibt jedoch Entwarnung. Die Wurzeln der Bäume würden den Ausbau nicht beeinträchtigen, betont er. Offenbar auch wegen eines glücklichen Umstands: Die Wurzeln seien hauptsächlich in Richtung der Gehwege gewachsen, im Bereich der Straße sei kaum Wurzelwerk vorhanden. „Im Gehwegbereich hinter den Bäumen kann der gesamte Aufbau aber geringer ausfallen, weil dort nicht mit Fahrzeugen gefahren wird - das bedeutet viel weniger Belastung“, sagt Waßermann. Die bisherige Arbeitsweise sei daher ein übliches Verfahren - „und keinesfalls problematisch“, versichert der Fachbereichsleiter.

Er räumt aber ein, dass es Probleme mit den notwendigen Rohrgraben für die Leitungen der Telekommunikationsanbieter gebe. „Die Gräben müssen in mindestens 60 Zentimetern Tiefe verlegt werden, und Wurzeln sollten im Hinblick auf die Standsicherheit nicht gekappt werden“, sagt Waßermann. Aber auch das sei kein Sonderfall, sondern bei Bauvorhaben mit vorhandenem Baumbestand völlig normal. Offenbar gibt es eine Lösung: Von Verzögerungen oder Umplanungen sagte Waßermann auf Nachfrage nichts.

Für die Anwohner bleibt zu hoffen, dass die im Mai begonnene Sanierung nun zügig vorangeht. Die Gemeinde will die Anliegerstraße bis zum Ende des Jahres komplett erneuern: Fahrbahnbelag, Gehwege, Gossen und Versorgungsleitungen. An den beitragsfähigen Kosten von 543 000 Euro werden die Anlieger laut Straßenausbausatzung mit 75 Prozent beteiligt. Pro Grundstück werden etwa 15 000 bis 20 000 Euro fällig. Die Eigentümer konnten sich nicht mit ihrer Forderung durchsetzen, die Straße als Durchfahrtsstraße einzustufen. Dann hätten sie nur 50 Prozent der Kosten mitgetragen. CDU-Ratsherr Ernst Herbst befürchtet künftig Engpässe, weil die Fahrbahnbreite von bisher etwa 5,70 Meter auf 4,75 Meter reduziert werden soll.

von Ingo Rodriguez

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