Volltextsuche über das Angebot:

1 ° / -6 ° wolkig

Navigation:
Klagt Wennigsen gegen das RROP?

Wennigsen Klagt Wennigsen gegen das RROP?

Klagt die Gemeinde Wennigsen gegen das neu aufgestellte Regionale Raumordnungsprogramm (RROP), das die Regionsversammlung gegen zum Teil heftigen Widerstand aus der Bevölkerung beschlossen hat?

Voriger Artikel
Publikum erlebt Schicksal eines 
Schwerenöters
Nächster Artikel
Ja, das war Mozart 
- aber so ganz anders

Gegen zum Teil heftigen Widerstand aus der Bevölkerung und den betroffenen Kommunen hat das Regionsparlament das neue RROP beschlossen und die Windvorrangflächen erweitert.

Quelle: Jens Büttner

Wennigsen. Die FDP setzt das Thema auf die Tagesordnung. In einem umfangreichen Fragenkatalog will die Fraktion von der Verwaltung wissen: Wie wird der Beschluss der Regionsversammlung ihrerseits eingeschätzt? Sind aus Sicht der Verwaltung die Argumente speziell gegen die Windvorrangfläche Degersen korrekt abgewogen worden? Und gibt es dazu eine Abstimmung mit der Stadt Barsinghausen, die unter anderem schwer wiegende Bedenken bezüglich der Wasserversorgung geltend gemacht hatte?

FDP-Fraktionschef Hans-Jürgen Herr kennt Gegner der Windkraftpläne, die wohl durchaus bereit sind, gegen das überarbeitete RROP zu klagen. Es geht ihnen um schützenswerte Sichtachsen, und nach wie vor um den Roten Milan. Fotos sollen nun dessen Existenz nachweisen.

Eine mögliche Klage seitens der Gemeinde gegen das RROP müsse "auf breiter Basis diskutiert werden", sagt Bürgermeister Christoph Meineke. Allerdings: "Wir haben die letztendlichen Abstimmungen und auch die im Ausschuss der Region geführten mündlichen Verhandlungen und Abwägungsergebnisse noch nicht eingehend geprüft." Da die Fläche in der Gemarkung Degersen liegt, sei hier auch eine Diskussion im Ortsrat Degersen nötig. Aufgrund der Sichtachsen würden auch die Ortsräte Wennigser Mark und Wennigsen beteiligt.

Aktuell gibt es noch keine Bauvoranfragen oder Bauanträge von Windkraftbetreibern. Nicht verwunderlich. Die Flächen seien eng parzelliert und es gebe eine Vielzahl an Grundeigentümern, sagt Meineke. Mit seinen Kollegen aus Barsinghausen und Gehrden hat sich Meineke darauf verständigt, dass man sich aufgrund der derzeitigen Dichte an Themen Anfang 2017 zusammensetzt und das gemeinsame Vorgehen abstimmt. Dann sollen auch die weiteren Gespräche mit den Gremien und Grundbesitzern geführt werden.

Ein Landwirt, der in der Vergangenheit als Sprecher mehrerer Grundeigentümer auftrat, ist an die Verwaltung bereits herangetreten. Allerdings nicht mit konkreten Absichten, sein Land für Windpark-Standorte verpachten zu wollen. Sondern lediglich mit Gesprächsbedarf, sagt Meineke.

Der Protest hat nichts genützt

Das Thema, das bewegt: Viele Wennigser lehnen den Standort Degersen als Vorranggebiet für Windenergie ab. 650 Wennigser Windkraftgegner hatten mit Unterschriften und Formaleinsprüchen im Vorfeld gegen die Regionspläne protestiert. Doch auch die Einwendungen der Gemeinde gegen die geplante Veränderung verhallen bei der Region Hannover ohne Wirkung.

Zähneknirschend, letztlich aber dann doch mit relativ breiter Mehrheit beschließt das Regionsparlament Ende September das neue Regionale Raumordnungsprogramm und erweitert gegen den heftigen Widerstand aus der Bevölkerung und von den betroffenen Kommunen die Windvorrangflächen um 50 Prozent. Anfang Oktober verkündet die Bundesregierung dann, den Ausbau von Windkraft im Norden bremsen zu wollen. Alles wieder auf Anfang?

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
doc6smpw4f14c31f5e43er2
Weihnachtsmarkt ist wieder ein Familienfest

Fotostrecke Wennigsen: Weihnachtsmarkt ist wieder ein Familienfest

Ihr Kontakt zur Redaktion

Jennifer Krebs:
Telefon: 05108 642 - 117
E-Mail: jennifer.krebs@haz.de