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Kleingärtner müssen Rückbau selbst zahlen

Wennigsen Kleingärtner müssen Rückbau selbst zahlen

Kleingärtner haben am Heinz-Berndt-Weg jahrelang über die Grenzen ihrer Parzellen hinaus einen Grundstücksstreifen der Gemeinde als Gartenfläche mitgenutzt. Bislang hatte die Gemeinde dies auch geduldet. Weil nun die Straße ausgebaut wird, müssen die Parzellenbesitzer die Zusatzflächen auf eigene Kosten räumen.

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Der Heinz-Berndt-Weg soll ausgebaut werden. Dafür müssen auf einer Breite von drei Metern die Zäune, Sträucher und Hecken der Kleingärtner weichen.

Quelle: Nils Oehlschläger

Wennigsen. Die Kosten für Rückbaumaßnahmen im Zuge des Straßenausbaus am Heinz-Berndt-Weg sollen als Pächter die Kleingärtner zahlen. Das ergab jetzt ein Treffen der Kleingärtner mit Vertretern der Klosterkammer und der Gemeindeverwaltung ergeben. Die Stichstraße soll ausgebaut werden, um Rettungs- und Versorgungsfahrzeugen eine leichtere Anfahrt zur Seniorenwohnanlage sowie den landwirtschaftlichen Maschinen die Zufahrt zu den Feldern in Richtung Argestorf zu ermöglichen.

Während die Kleingärtner über diese Lösung verärgert sind, spricht die Klosterkammer von konstruktiven Gesprächen. "Wir haben Verständnis dafür, dass die Situation blöd ist", sagt Liegenschaftsdezernentin Friederike Bock von der Klosterkammer. "Für die Gemeinde und für uns aber auch."

Sich selbst sieht die Klosterkammer in diesem Fall nur in vermittelnder Rolle: „Das Flurstück, um das es geht, gehört der Gemeinde“, sagt Bock weiter. Deshalb fühle sich die Klosterkammer auch nicht für die Entfernung von Hecken und Zäunen verantwortlich. "Das wären ja Arbeiten auf einem fremden Grundstück", sagt Bock. Dazu zeige man bereits ein Entgegenkommen. "Wir helfen den Kleingärtnern bei der Vermessung der Grundstücksgrenzen." Wie hoch die Kosten für die Freilegung der Fläche am Ende sein könnten, ließe sich laut Bock schwer abschätzen. "Wenn man handwerklich geschickt ist, kann man das mit Baumarktmitteln eventuell selber machen", sagt die Liegenschaftsdezernentin.

Auch die Gemeindeverwaltung begründet, warum die Kleingärtner für das Entfernen von Hecken, Sträuchern und Zäunen auf dem vom Ausbau betroffenen Streifen verantwortlich sind - und zwar auf eigene Kosten. Bürgermeister Christoph Meineke sagt: "Die Flächen der Kleingärten gehören der Klosterkammer. Ein Streifen der Gemeinde wurde bei den Parzellen mitgenutzt." Dieser Randstreifen – immerhin bis zu vier Meter – sei nun zu räumen. "Die Nutzer selbst haben dies auch zu zahlen: Da sie über Jahre den Vorteil der Nutzung hatten, haben sie nun die Fläche von ihren Dingen geräumt zurück zu geben", so der Bürgermeister.

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Der Heinz-Berndt-Weg soll ausgebaut werden. Dafür müssen auf einer Breite von drei Metern die Zäune, Sträucher und Hecken der Kleingärtner weichen.

Quelle: Nils Oehlschläger

Von Nils Oehlschläger

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