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Klosterbühne wagt sich an Ibsens "Nora"

Wennigsen Klosterbühne wagt sich an Ibsens "Nora"

Die Wennigser Klosterbühne hat einen hohen Anspruch an sich selbst. Das Ensemble punktet mit einer starken weiblichen Präsenz. Die "Nora" von Henrik Ibsen, das neue Stück der Klosterbühne, "unterstreicht gerade diese Stärke", sagt die neue Regisseurin Celine Irony Staigies (27).

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Tolles Duo auf der Bühne: Jeanette Dobbertin als Nora und Peter Zanini, der im Stück ihren Ehemann Torvald spielt.

Quelle: Jennifer Krebs

Wennigsen. Die "Nora" ist das erste Theaterstück, das die Degerserin mit der Klosterbühne inszeniert. Die Tochter von Mitspieler Werner Gollubitis, der den Bankangestellten Nils Krogstad spielt, ist eine Freundin von ihr. So kam der Kontakt zur Klosterbühne zustande.

Staigies ist Junior-Regisseurin. Zuletzt war sie in Hamburg engagiert und brachte dort unter Schauspielhaus-Intendantin Karin Beier den Filmklassiker "Schiff der Träume" auf die Bühne. Nun sucht sie anderweitig eine feste Assistenz. Für die Wennigser Klosterbühne arbeitet die enthusiastische junge Frau ehrenamtlich.

Celine Irony Staigies hat Theaterwissenschaften an der Freien Universität Berlin studiert. Als Schülerin und Studentin spielte sie im Alter zwischen 15 und 21 kleinere Rollen am Schauspielhaus in Hannover. "Das Schauspiel ist eine große und schöne Kunst", sagt die 27-Jährige. Bei der Regie, sagt sie, habe man aber noch andere Möglichkeiten, "die mich inzwischen mehr herausfordern." Ein Findungsprozess.

Ibsens "Nora" ist ein Drama und Paradestück weiblicher Emanzipation. Die Rolle der Nora ist dreifach besetzt – in jedem Akt spielt jemand anderes diese Rolle. Wegen der starken weiblichen Präsenz im Ensemble ist das möglich. Und: "So können wir noch besser herausspielen, wie sich die Nora im Laufe des Stücks verändert", erklärt Staigies.

Noch sind die Laienschauspieler dabei, die einzelnen Akte immer wieder durchzugehen und peu à peu zu einem großen Ganzen zusammenzusetzen. Etwa eineinhalb Stunden wird das Stück am Ende dauern.

Die neue Regisseurin probiert viel aus. Sie experimentiert mit Musik und Equipment. Ihre Ideen entstehen im Spiel. Seit September wird mindestens einmal in der Woche geprobt. Lachen, weinen, Wut: "Das Stück ist sehr emotional und verlangt viel Einfühlungsvermögen von jedem einzelnen ab", sagt Staigies. Niklas Niemann kümmert sich um das Bühnenbild und die Kostüme. "Alle stehen mit sehr viel Spielfreude auf der Bühne. Die Atmosphäre ist sehr familiär", sagt Staigies. Manchmal ergebe es sich, dass "wir hinterher noch ein Glas Wein zusammen trinken."

Premiere ist am 4. März um 19.30 Uhr im Klostersaal. Karten gibt es im Vorverkauf ab Februar.

Die Klosterbühne gibt es inzwischen seit fast 33 Jahren. Die Amateurschauspieler wollen "Theater aus der Gemeinde für die Gemeinde" machen, und das auf höchstem Niveau. Die Bühne ist längst weit über die Grenzen Wennigsens hinaus bekannt. Die Vorstellungen im Klostersaal sind stets ausverkauft, und in den Saal passen 200 Leute. Für Ibsens "Nora" stehen in den ersten beiden März-Wochen sieben Termine auf dem Spielplan.

Lob gibt es von der neuen Regisseurin, die die Klosterbühne für diese Spielzeit gewinnen konnte: "Man merkt, dass das Ensemble viel Erfahrung hat", sagt die Celine Irony Staigies. Gründer Burkhard Gums hatte die Klosterbühne 30 Jahre lang geleitet und dorthin gebracht, wo sie heute steht. 2013 zogen er und seine Ehefrau sich aus der Arbeit für die Klosterbühne zurück. 2014 und 2015 führte Susanne Theis die Regie.

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Fotostrecke Wennigsen: Klosterbühne wagt sich an Ibsens "Nora"

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