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Asbestbelasteter Boden wird unter Wall vergraben

Wennigsen Asbestbelasteter Boden wird unter Wall vergraben

Räumung beendet – Sanierungsstart: Auf dem Gelände des künftigen Neubaugebietes Klostergrund beginnt nun die Entsorgung des mit Asbestrückständen belasteten Oberbodens. Dafür wird das Areal großflächig ausgekoffert. Der Aushub wird in einem neuen Lärmschutzwall entlang des S-Bahndamms vergraben.

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Auf dem Areal an der Degerser Straße wird nun der mit Asbest belastete Boden abgetragen und in einem neuen Schutzwall an der S-Bahn vergraben. Keine Lauben mehr zu sehen (Bild unten): Nach dem Abriss der verbliebenen Kleingartenhütten werden dort vor dem Sanierungsbeginn nur noch Restarbeiten erledigt.

Quelle: Ingo Rodriguez

Wennigsen. Wenige Wochen nach dem Beginn der Abriss- und Räumungsarbeiten ist von den verbliebenen Lauben und Parzellen des aufgelösten Kleingartenvereins nichts mehr zu sehen. „Es werden nur noch Reste entsorgt, aber jetzt geht die Umsetzung des Sanierungsplans los“, sagt Ulf-Harald Koepke vom Investor Ideal.

Das Kölner Bauunternehmen investiert mehr als 40 Millionen Euro, um auf dem Klostergrund das größte Wennigser Neubauprojekt der vergangenen Jahrzehnte zu realisieren. Auf dem rund sieben Hektar großen Gelände an der Degerser Straße sollen 160 Wohneinheiten entstehen: Einfamilien-, Reihen- und Mehrfamilienhäuser.

Doch bevor nach der Räumung mit den Erschließungsarbeiten begonnen werden kann, muss der Investor noch eine Umweltschutzauflage erfüllen – auch weil bereits vor gut zehn Jahren wegen der Baupläne schon ein erster Teil der Gartenkolonie geräumt worden war. „Es wäre übertrieben, von verseuchtem oder belastetem Boden zu sprechen, aber in der obersten Schicht des Areals befinden sich nach den Abrissarbeiten noch großflächig Splitterstücke von alten Eternitplatten mit Asbest“, sagt Koepke.

Deshalb sollen schon Anfang nächster Woche mehrere Bagger anrollen. „Auf dem gesamten Gelände wird etwa 30 Zentimeter tief der Boden abgetragen und später mit sauberem Boden wieder aufgefüllt“, sagt Koepke. Die neue Erde soll aus einem nahe gelegenen Biotop zwischen Wennigsen und Sorsum entnommen werden. Dafür will der Gewässer- und Landschaftspflegeverband Mittlere Leine am Mühlbach etwa 6000 Kubikmeter abgetragenen Oberboden in einer Miete einlagern, aus der sich der Investor bedienen kann. Dies wiederum ist nur möglich, weil dort an der Landesstraße 391 für das Neubaugebiet eine ökologische Ausgleichsfläche mit einem neuen Regenrückhaltebecken entsteht.

„Dieser Aushub wir aber nicht nur zum Auffüllen benutzt“, sagt Koepke. Aus dem ausgegrabenen Boden mit Asbestsplittern werde im Norden entlang der S-Bahnstrecke ein Lärm- und Sichtschutzwall angehäuft. Um die Rückstände unschädlich zu machen, soll die Altlasten-Erde laut Sanierungsplan unter Geovlies und sauberen Mutterboden vergraben werden. Dieser Zwischenschritt sei Auflage im Bebauungsplan.

Erst danach – etwa Ende April – will der Investor damit beginnen, die Kanalisation, Baustraßen und Versorgungsleitungen für das geplante Wohngebiet anzulegen. „Die Erschließung des Baugebiets beginnt im Osten“, sagt Koepke. Spätestens Anfang des dritten Jahresquartals sollen erste Hochbauarbeiten beginnen. Und: Noch bevor die Häuser des ersten Bauabschnitts stehen, will der Investor die Vermarktung der Immobilien einleiten. „Es gibt schon viele Voranfragen“, hatte Koepke vor acht Wochen verraten.

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Auf dem Areal an der Degerser Straße wird nun der mit Asbest belastete Boden abgetragen und in einem neuen Schutzwall an der S-Bahn vergraben. Keine Lauben mehr zu sehen (Bild unten): Nach dem Abriss der verbliebenen Kleingartenhütten werden dort vor dem Sanierungsbeginn nur noch Restarbeiten erledigt.

Quelle: Ingo Rodriguez
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