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Klostergrund: Herbe Kritik an der Klosterkammer

Wennigsen Klostergrund: Herbe Kritik an der Klosterkammer

Der Rat der Gemeinde Wennigsen hat in einer Sondersitzung den Verträgen für das Neubaugebiet Klostergrund zugestimmt. Dabei wurde von nahezu allen Fraktionen heftige Kritik an der Klosterkammer geäußert. Die Vorbesitzerin hatte auf die in Eigenregie geplante Erschließung verzichtet und das Areal verkauft.

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Keine Abweichler: Der Rat der Gemeinde Wennigsen beschließt in der zweiten Sondersitzung einstimmig das Vertragswerk für das Neubaugebiet Klostergrund.

Quelle: Ingo Rodriguez

Wennigsen. Die Klosterkammer hatte das Grundstück im Dezember 2015 an den privaten Investor aus Köln verkauft. Mit dem einstimmigen Votum für das Vertragswerk zwischen der Gemeinde, der Klosterkammer als dem alten und der Projektgesellschaft Klostergrund 1 als dem neuen Investor nimmt Gemeinde die Chance wahr, Neubürger auf Grundstücken anzusiedeln, die nicht der Erbpacht der Klosterkammer unterliegen.

Das wurde von der FDP-Fraktion begrüßt: „Diese Entwicklung ist aber für die Klosterkammer ein Dokument des Scheiterns“, sagte FDP-Ratsherr Hans-Jürgen Herr. Der Bürger habe dieser Art Grunderwerbspolitik die rote Karte gezeigt. Auch Grünen-Ratsherr Norbert Bohnenstengel sagte: „Zehn Jahre Stillstand sprechen für sich.“

Die fraktionslose Christina Müller-Matysiak sagte es deutlicher: „Weil sich die Klosterkammer verkalkuliert hat, war viel Arbeit für den Mülleimer.“ Die Kammer habe die Geduld der Bürger strapaziert und vielen Kleingärtnern zehn Jahre zu früh gekündigt.

CDU-Fraktionsvorsitzender Eike Werner bedauerte zwar, dass die Klosterkammer als deutlich finanzkräftigerer Investor von der Erschließung in Eigenregie Abstand genommen habe. „Wenn aber zehn Jahre lang nichts passiert, haben wir auch nichts von der Bonität“, räumte er ein.

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