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Klostergrund wird Neubaugebiet

Wennigsen Klostergrund wird Neubaugebiet

Auf dem Klostergrund in Wennigsen wird voraussichtlich ab nächstem Juni gebaut. Der Bebauungsplan ist seit einigen Tagen rechtskräftig. 160 Wohneinheiten für insgesamt etwa 500 Menschen sollen auf dem sieben Hektar großen Gelände nah zum Ortskern entstehen. Investitionsvolumen: über 40 Millionen Euro.

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Der Klostergrund: Auch die letzten Kleingärtner im hinteren Bereich haben das Gelände geräumt.

Quelle: Jennifer Krebs

Wennigsen. Der Klostergrund wird das größte Baugebiet, das in Wennigsen in den vergangenen Jahrzehnten geplant und erschlossen wurde. Bereits im September haben Klosterkammer und Investor einen vorläufigen Kaufvertrag geschlossen. Der Landtag muss den Verkauf noch beschließen. Der Termin dafür ist nächste Woche. Klosterkammerpräsident Hans-Christian Biallas erwartet keine Probleme, nachdem bereits der Haushaltsausschuss dem Verkauf einhellig zugestimmt hat.

Die letzten Kleingärtner im hinteren Bereich haben das Klostergrund-Gelände inzwischen geräumt. Der Pachtvertrag endete am 30. September. Die Zufahrt von der Degerser Straße hat die Klosterkammer mittlerweile mit einer Kette abgesperrt, wenn auch nur notdürftig. Zudem wurden Schilder mit der Aufschrift "Betreten des Grundstücks verboten!" aufgestellt. Der Grund: Wiederholt waren zuletzt mehrfach Gartenlauben geplündert worden. Unbefugte machten sich auf dem Gelände zu schaffen und stahlen diverse Dinge.

Im ersten Quartal 2017 will der Investor beginnen, das Areal zu sanieren und zu erschließen. Hier und da werde man eventuell auch großflächig mit der Raupe hineinfahren können, sagt Ulf-Harald Koepke, Geschäftsführer des Investors Ideal Wohnen. Alle Baulichkeiten auf den ehemaligen Parzellen müssten wegen Asbest aber wohl eher Stück für Stück abgetragen und entsorgt werden. Darum kümmert sich eine Spezialunternehmen. Ein Umweltgutachter alle Arbeiten begleiten.

Architekten planen Häuser für jedermann

Die Erschließung und Gestaltung des Baugebietes Klostergrund liegen in einer Hand. Vermarktet werden die Grundstücke als Gesamtpaket mit Haus. Ob für Singles, Paare, möglichst barrierefrei für ältere Menschen oder großzügig geschnitten für mehrköpfige Familien: Die Architekten aus Wennigsen und Hannover planen verschiedene Varianten.

Die Einfamilienhäuser fangen bei 120 Quadratmetern an und enden bei über 200 Quadratmetern. Dann gibt es noch Reihen- und Doppelhäuser. Die kleinsten Wohnungen in den Mehrfamilienhäusern sind etwa 50 Quadratmeter groß. Es soll aber auch welche mit 120 Quadratmetern geben. Insgesamt sind auf dem sieben Hektar großen Gelände an der Degerser Straße 160 Wohneinheiten vorgesehen – je zur Hälfte Einfamilien-, Doppel- und Reihenhäuser sowie Mehrfamilienhauskomplexe.

Mit dem ersten von wahrscheinlich vier Bauabschnitten will der Investor im nächsten Juni oder Juli starten. Die ersten Häuser könnten dann Mitte 2018 bezogen werden. Interessenten gibt es längst. Inzwischen, so Investor-Vertreter Ulf-Harald Koepke, gebe es eine gute Resonanz auf den Klostergrund, viel auch aus dem Ort selbst. Wennigsen sei durchaus eine Alternative zu Hannover.

Nichtsdestotrotz: Die Klosterkammer hält als Stiftungsverwaltung weiterhin an ihrem Erbpachtmodell fest, allein um aus den Erträgen die über 800 Baudenkmale wie etwa die Wennigser Klosterkirche unterhalten zu können. Der Verkauf des Klostergrundes sei eine Ausnahme. Im Kernort gehören der Klosterkammer etwa 600 Grundstücke, die im Erbbaurecht vergeben sind.

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So soll's werden (von links): Wennigsens Bürgermeister Christoph Meineke, Klosterkammerpräsident Hans-Christian Biallas und Investor Ulf-Harald Koepke.

Quelle: Jennifer Krebs
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