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Klosterkammer informiert über Forstbetrieb

Holzernte als Wirtschaftsfaktor Klosterkammer informiert über Forstbetrieb

Immer wieder gerät die Klosterkammer in die Kritik, weil sie mitten im Naherholungsgebiet des Deisters großflächig Bäume fällen lässt. Freizeitsportler und Ausflügler empfinden die Forstarbeiten als erhebliche Störung. 

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Ein Mitarbeiter einer Auftragsfirma demonstriert mit einem Harvester die Stammholzernte.

Quelle: Ingo Rodriguez

Wennigsen. Dabei ist die Holzernte für die Behörde ein wichtiger Wirtschaftsfaktor - und kommt auch gemeinnützigen Zwecken zugute.

Es nennt sich schlicht und einfach Klosterkammerforsttag. Und alle zwei Jahre lädt die Behörde, die ehemals kirchliches Vermögen verwaltet, hochrangige Politiker, Vertreter von Kommunen und Geschäftspartner aus der Holz- und Forstbranche dazu ein, um sich auszutauschen und Arbeitsabläufe zu optimieren.

Für ihn war der Termin Chefsache: weg vom Schreibtisch in Hannover, Helm auf und ab in den Deisterwald. Rund 130 Gäste hatte die Klosterkammer eingeladen, um über die Arbeit und Ziele ihres Forstbetriebes aufzuklären - mit Vorträgen, aber auch mit eindrucksvollen Demonstrationen in der Wennigser Klosterforst. Dort informierten Mitarbeiter der Behörde, Revierleiter und Vertreter von Auftragsfirmen auf einem etwa eineinhalb Kilometer langen Parcours über die Arbeitsabläufe der Holzernte - angefangen bei der Jungbestandspflege über die Holz-ernte mit schweren Maschinen, den sogenannten Harvestern, bis hin zur Sortimentierung, dem Abtransport und der Holzschnitzelproduktion.

„Dabei kommt es immer wieder zu Interessenkonflikten mit Reitern, Mountainbiker und Ausflüglern“, räumte Forstamtsdezernent Jost Schonlau ein. „Deshalb ist uns Transparenz und Öffentlichkeitsarbeit so wichtig“, sagte Schonlau. Die Klosterforsten seien Nutzwaldbereiche, mit wertvollen Rohstoffen für die Industrie - vom Dachstuhl bis zum Fichtenbett.

Und für die Klosterkammer ist die Branche ein wichtiger Wirtschaftsfaktor: In den Forsten erwirtschaftet sie ihre Gewinne - auch für gemeinnützige Zwecke. Unter dem Dach der Klosterkammer befinden sich vier öffentlich-rechtliche Stiftungen. „Deren Erträge finanzieren den Erhalt von mehr als 800 denkmalgeschützten Gebäuden. Mit rund 3 Millionen Euro Fördermitteln pro Jahr ermöglicht die Klosterkammer auch etwa 200 kirchliche, soziale und bildungsbezogene Maßnahmen“, sagte Sprecherin Kristina Weidelhofer. Diese Unterstützung sei nur möglich, indem das Stiftungsvermögen bewahrt und vermehrt werde. „Mit der Vergabe von Erbbaurechtsgrundstücken und dem Forstbetrieb“, so Weidelhofer. In Niedersachsen bewirtschaftet die Klosterkammer rund 25 000 Hektar Wald.

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