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Heftige Kritik an Plänen für neue Haltestelle

Bredenbeck Heftige Kritik an Plänen für neue Haltestelle

Neue Haltestelle unerwünscht: Der Ortsrat Bredenbeck äußert massive Kritik an Plänen für eine Buslinienverlegung mit Zusatzhaltestelle an der Lavesstraße. Die Bürgervertreter fühlen sich bei den Planungen völlig übergangen. Und ebenso wie etliche Anwohner lehnen sie auch die Streckenführung durch das Wohngebiet ab.

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Umstrittene Zusatzschleife mitten im Wohngebiet: In Bredenbeck sollen künftig zwei Buslinien an der Kreuzung von Deisterstraße und Lavesstraße eine neue Haltestelle anfahren. Ziel ist es unter anderem, Fahrgäste möglichst nah an den Ruheforst zu bringen.

Quelle: Ingo Rodriguez

Bredenbeck. Ortsbürgermeister Hans-Heinrich Warnecke ist empört: Er ist zwar kürzlich informiert worden. Warnecke wurde aber vor vollendete Tatsachen gestellt. "Diese Idee ist im Ortsrat nie behandelt worden", betont der Ortsbürgermeister.

Inzwischen hat Warnecke gründlich recherchiert. Jetzt weiß er: Eine Einladung zu einer entsprechenden Ortsbesichtigung habe ihn im Sommerurlaub nicht erreicht. "Trotzdem haben sich Vertreter der Gemeindeverwaltung, die Landesnahverkehrsgesellschaft, die Region und die Polizei offenbar ohne gewählte Bürgervertreter ein Bild gemacht und die Pläne für sinnvoll gehalten", sagt Warnecke. Diese Vorgehensweise macht ihn wütend. "Der Ortsrat ist nie involviert worden. Wir werden uns mit allen Mitteln gegen dieses Vorgehen wehren."

Was genau geplant ist, hat der Ortsbürgermeister inzwischen auch aus einer Informationsvorlage der Gemeinde erfahren. Demnach sollen die Buslinien 382 und 521 künftig möglicherweise von der Wennigser Straße am Denkmal über die Deisterstraße und die Lavesstraße zurück auf die Ortsdurchfahrt geführt werden. An der Kreuzung von Deisterstraße und Lavesstraße soll außerdem eine Zusatzhaltestelle eingerichtet werden. Ein Ziel der Extraschleife durch das Wohngebiet im Südwesten Bredenbecks: Der nahe liegende Ruheforst am Steinkrüger Weg und die Seniorenbetreuungseinrichtung am Bräutigamsweg sollen für Besucher, Angehörige und Mitarbeiter mit dem Bus besser zu erreichen sein als bisher. Zumindest will die Region Hannover diese Möglichkeit innerhalb der nächsten zwölf Monate überprüfen.

Was Warnecke besonders ärgert: Diese Prüfung wurde von der Gemeinde beantragt. Von wem? Das lässt sich offenbar trotz intensiver Recherche nicht mehr feststellen. "Im Protokoll einer Bauausschusssitzung aus dem Oktober 2014 heißt es nur: Es gebe Stimmen, die das wünschen", sagt Warnecke fassungslos. Unabhängig von der stillosen Vorgehensweise lehnt der Ortsrat auch die Idee ab. "Die Extraschleife der Busse würde zusätzliches Verkehrsaufkommen im Wohngebiet bedeuten", sagt Warnecke. Außerdem seien doch zur Verkehrsberuhigung auf der steilen Lavesstraße extra Steinkissen aufgepflastert worden. "Die gesamte Strecke mit den beiden engen Kurven ist viel zu eng für schwere Busse", sagt der Ortsbürgermeister.

Ein Anwohner verweist außerdem auf die bereits für das nächste Jahr geplante Sanierung der maroden Straßendecke. "Man muss doch überdenken, ob diese Instandsetzung auch für permanenten Busverkehr geeignet ist", sagt der Mann. Auch deshalb fordert Warnecke: "Der ganze Plan muss noch einmal im Ortsrat und mit den Bürgern beraten werden."

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