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„Ein dritter Stall, dann ist Schluss“

Degersen „Ein dritter Stall, dann ist Schluss“

Landwirt Friedrich Ostermeier, der mit seinem Sohn Niklas eine Bruteier-Produktion zwischen Degersen und Redderse betreibt, will expandieren.

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Zwei Ställe sind bereits vorhanden, nun will Landwirt Friedrich Ostermeier ein dritten Gebäude für die Bruteier-Produktion errichten.

Quelle: Nils Oehlschläger

Degersen. Vor zwei Wochen hat der Hof 26 000 neue Hühner bekommen. Die Tiere sind 20 Wochen alt gewesen, als sie in die zwei Hallen eingestallt wurden. Die Hühner beginnen in diesen Tagen mit dem Legen. Die Eier sind aber nicht für den Verzehr bestimmt, sondern werden an eine Brüterei im Emsland verkauft.

Mittelfristig könnte die Zahl der Hennen auf 39 000 steigen. Friedrich Ostermeier plant den Bau eines dritten Stalls. „Der Antrag ist bei der Region gestellt. Nun müssen wir auf die Genehmigung warten. Wir haben aber keine Eile“, sagt der Landwirt. Vielleicht werde die Halle sogar erst 2017 errichtet.

Die beiden vorhandenen Ställe ließ der Degerser vor über zwei Jahren bauen – ohne zu wissen, ob sich die Investition lohnen würde. „Es funktioniert aus betriebswirtschaftlicher Sicht aber gut, die Nachfrage auf dem Markt ist da“, sagt Ostermeier. Und was ihm wichtig zu betonen ist: „Wir sind bei unserer Hühnerhaltung komplett ohne Medikamente ausgekommen.“

Die Erweiterung schafft zusätzliche Arbeitsplätze, betont Ostermeier. „Es gibt zwar jetzt schon viel zu tun. Mit einem dritten Stall könnte ich aber meiner Teilzeitarbeitskraft eine volle Stelle bieten. Auch ein 400-Euro-Jobber wird mindestens eine halbe Stelle erhalten“, sagt Ostermeier. Außerdem mache eine Expansion für ihn Sinn, weil die Infrastruktur bereits vorhanden sei. „Wir haben damals viel investiert in Technik und Brandschutz. Deswegen wird die dritte Halle kostengünstiger“, sagt der Landwirt.

Und er liefert ein weiteres Argument: Das Gutachten vom ersten Bauantrag ist fünf Jahre lang gültig. Ostermeier muss also nicht noch einmal einen „schwerlich bürokratischen Weg“ gehen. Grünes Licht seitens der Behörden habe es bei seinem ersten Bauantrag erst nach drei Jahren gegeben, berichtet der Landwirt. Der dritte Stall soll ähnlich wie die schon existierenden Hallen 2125 Quadratmeter groß sein und direkt neben den vorhandenen Gebäuden entstehen.

Und wenn es weiterhin so gut läuft? Wird dann erneut expandiert? Ostermeier winkt ab. „Nein, nur noch der dritte Stall, dann ist Schluss“, sagt er. Mit dann 39 000 Tieren bleibe er auch unter einer behördlich gesetzten Grenze, berichtet der Degerser. Wer mehr als 40 000 Tiere hält, muss sich nach den Vorschriften des Bundesimmissionsschutzgesetzes einem sehr komplizierten Verfahren stellen, um eine Betriebsgenehmigung zu erhalten. „39 000 Tiere reichen aus, damit hätten wir im Marktvergleich eine durchschnittliche Größe erreicht“, sagt der Landwirt.

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20 Wochen sind die Hennen alt, wenn sie für die Bruteier-Produktion eingestallt werden.

Quelle: privat

Von Stephan Hartung

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