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MGV Bredenbeck löst sich nach 152 Jahren auf

Bredenbeck MGV Bredenbeck löst sich nach 152 Jahren auf

Zwei Jahre ist es her, dass das hohe Jubiläum gefeiert wurde, nun ist Schluss: Der Bredenbecker Männergesangverein (MGV) von 1865 löst sich auf. Zuletzt waren es nur noch acht aktive Sänger. "Irgendwann geht es nicht mehr", sagt Vorsitzender Heinz Grimpe.

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Nicht mehr genug aktive Sänger: Der MGV Bredenbeck löst sich auf.

Quelle: Ingo Rodriguez (Archiv)

Bredenbeck. Es ist ein schleichender Prozess gewesen. Über Jahre hinaus hatte der MGV Bredenbeck versucht, dass jüngere Leute nachkommen. Der Verein schrumpfte und ist überaltert. Feste Auftritte wie den Adventsmarkt, Volktrauertag oder die Maifeier musste der Männergesangverein zuletzt absagen, weil "wir nicht genügend Sänger waren", erzählt Heinz Grimpe (79). Der Blick auf den Gesamtverein sieht nicht anders aus. Fünf Mitglieder habe man im vergangenen Jahr verloren, sagt Grimpe. Nun hat der Verein nur noch 42, das spüre man, auch finanziell.

Der MGV muss seine Chorleiterin und die Miete für den Probenraum bezahlen und Beiträge an den Verband abführen. Etwa 2000 Euro seien das alles in allem im Jahr, rechnet Grimpe vor. "Da machen wir Minus." 60 Jahre war Grimpe in dem Männergesangverein und mehr als 20 Jahre Vorsitzender. Aus Vorschlägen, sich mitunter mit dem MGV in Holtensen zusammenzutun oder vielleicht mit dem Frauenchor A Cappella in Bredenbeck zu fusionieren, wurde letztlich nichts. Erst vor wenigen Tagen gaben die Damen selbst bekannt, dass sie sich auflösen werden.

Alle Ämter und MGV-Mitgliedschaften sind auf Beschluss der Mitgliederversammlung mit Datum von Sonntag erloschen. Bis Ende März will der Verein nun alle Dinge regeln, die wegen seiner Auflösung noch zu klären sind. Was passiert etwa mit den Noten und dem massiven Notenschrank? Die Vereinsfahne werde der MGV wohl dem Heimatmuseum in Bredenbeck vermachen, könnte sich Pressewart Uwe Kopec vorstellen. Was bleibe, sei auf jeden Fall "unsere Verbundenheit" zur Musik, sagt er.

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