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Neue Jobs, mehr Kaufkraft: Wennigsen boomt

Wennigsen Neue Jobs, mehr Kaufkraft: Wennigsen boomt

Wennigsen kann sich nicht beklagen. Neue Unternehmen, mehr Touristen, viel Kaufkraft: Die kleinste Kommune in der Region Hannover boomt.

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Neue Betriebe, mehr Touristen, viel Kaufkraft: Wennigsen boomt - auch wegen der vielen inhabergeführten Geschäfte wie hier an der Hauptstraße, die in den Ort investieren.

Quelle: Jennifer Krebs

Wennigsen. Die Statistik zeigt's: Wennigsen ist attraktiv zum Leben - und Arbeiten. Während 85 Prozent nach wie vor in andere Orte pendeln, um dort zu arbeiten (und damit liegt Wennigsen regional an der Spitze), kommen mittlerweile auch immer mehr Leute wegen des Jobs nach Wennigsen.

Bei den sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten am Arbeitsort lag die kleinste Regionskommune etwa 20 Prozent über der Entwicklung in der Region. Ein deutliches Plus gab es im verarbeitenden Gewerbe und im Bereich Erziehung und Unterricht. In diesem Bereich komme allein die Gemeindeverwaltung seit 2008 auf etwa 60 neue Stellen, viele natürlich in Teilzeit, sagt Wennigsens Bürgermeister Christoph Meineke. Die Zahlen, die sein Wirtschaftsförderer Christian Mainka nun vorstellte, sind aus 2014, aktuellere gibt es nicht. Und Trend ist unverkennbar.

Noch mehr Statistik: Wennigsen hat eine "überdurchschnittliche Kaufkraft pro Kopf", sagt Wirtschaftsförderer Christian Mainka. Der Kaufkraftindex je Einwohner liegt bei 110 Prozent. Der Wennigser hat also zehn Prozent mehr Geld im Portemonnaie als der Durchschnitt. Rein rechnerisch jedenfalls. In Barsinghausen liege dieser Index nur bei 95 Prozent.

Und noch ein positiver Trend: Immer mehr Touristen besuchen Wennigsen. 2009 waren es 12.854 Gästeankünfte - 2014 schon 16.677. Die Übernachtungszahlen lagen 2009 bei 27.900 - 2014 bei 34.544. Das professionelle Marketing zahlt sich aus. Das Reisebüro Cruising hat vor acht Jahren den Tourismusservice für die Gemeinde übernommen.

Wohin entwickelt sich Wennigsen? Ein Planungsbüro aus Hannover hat für die Gemeinde eine Studie erstellt. Die Prognose: Wennigsen braucht in den nächsten 15 Jahren allein etwa 510 neue Wohnungen, nur weil sich die Wohnbedürfnisse vorhandener Einwohner verändern. Sollte die Bevölkerungszahl sogar um zwei Prozent wachsen, wären es noch einmal gut 100 Wohnungen mehr.

Auf Beschluss des Rates war die Verwaltung mit dieser Entwicklungsstudie beauftragt worden, schon vor nahezu einem Jahr. Um die desolate Finanzlage der Gemeinde zu verbessern, hatte die CDU bei den Beratungen zum Haushalt 2015 vorgeschlagen, mit einem 1000-neue-Familien-für-Wennigsen-Programm die Einnahmen durch eine Erhöhung der Einwohnerzahl zu verbessern. In allen Ortsteilen, so die Bitte der Politik, sollen neue Baugebiete ausgewiesen werden.

Bauland ist nachgefragt, am meisten in Wennigsen und Degersen. Restgrundstücke gibt es im Langen Feld. In der Gartenstraße wird inzwischen in zweiter Reihe gebaut. Diese Grundstücke gehen weg, obwohl das Bauland dort gepachtet wird statt gekauft. Anders als man es nach außen wahrnimmt, habe sich die Erbpacht marginalisiert, sagt Bürgermeister Christoph Meineke. Stichwort Klostergrund: Meineke ist optimistisch, dass das Gelände an der Degerser Straße Anfang 2016 endlich verkauft wird. Die Klosterkammer Hannover führt Gespräche mit einem ernsthaften Investor aus Köln. Der Klostergrund würde das größte Baugebiet im Calenberger Land werden. Derzeit nutzt eine Firma das Grundstück, um dort Geräte und Material für den Internetausbau zu lagern.

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