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Alte Scheune soll neuer Dorftreff werden

Bredenbeck Alte Scheune soll neuer Dorftreff werden

Die Mitglieder des Dorfgemeinschaftsvereins Bredenbeck haben die Vereinsführung beauftragt, eine denkmalgeschützte Scheune im Ortskern zu kaufen und zu einem Dorftreff umzubauen. Die Immobilie stand vor dem gescheiterten Kauf des früheren Netto-Marktes nur als Mietobjekt zur Verfügung.

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Mitten im Ortskern: Die denkmalgeschützte Scheune an der Wennigser Straße soll laut Beschluss des Dorfvereins gekauft und zu Bredenbecks neuem Gemeinschaftshaus umgebaut werden.

Quelle: Ingo Rodriguez

Bredenbeck. Nur einen Tag nach dem völlig unerwarteten Tod des Ortsbürgermeisters Hans-Heinrich Warnecke herrschte eine gedrückte Stimmung bei der Mitgliederversammlung in der Grundschulaula. "Wir haben lange diskutiert, ob wir den Termin absagen sollen, aber es wäre nicht in seinem Sinne gewesen", sagte der Vorsitzende Thomas Behr in seiner Begrüßung.

Trotzdem: Für viele Vereinsmitglieder war es spürbar unangenehm, einen Tag nach Warneckes Tod ausgerechnet über den Kauf seiner Immobilie zu beraten. Der Ortsbürgermeister hatte kurz vor seinem Tod noch eine Willenserklärung unterschrieben, um seine Zustimmung zur Umsetzung der Pläne des Dorfvereins zu signalisieren. "Und die Familie steht auch jetzt noch hinter dem Projekt", versicherte Behr den Mitgliedern.

Er und seine Vorstandskollegen hatten zuvor mehrfach erklärt, dass die sogenannte Mensingsche Scheune an der Wennigser Straße dem Verein noch zu Beginn des Jahres nur als Miet- und Pachtobjekt angeboten worden war. Nach den gescheiterten Verhandlungen für den Kauf und Umbau des früheren Edeka-Marktes habe Warnecke aber seine Meinung geändert und doch einen Verkauf angeboten. Dies sei der Hauptgrund dafür gewesen, dass der Vorstand die Scheune zunächst nicht als favorisierten Standort in Betracht gezogen habe. Nur pachten - das wäre nicht im Sinne des Vereins gewesen. Das Kaufangebot habe jedoch zu einer völlig neuen Bewertungsgrundlage geführt, betonte der Vorstand. Die Verhandlungen mit der Eigentümergemeinschaft des früheren Marktgebäudes waren zuvor im Februar wegen der begrenzten Nutzungsbedingungen und fehlender Möglichkeiten für Außengastronomie geplatzt.

Das bereits detailliert ausgearbeitete Konzept für den Kauf und Umbau der 1893 errichteten Scheune zum Dorftreff überzeugte die rund 70 anwesenden Mitglieder dann auch. Sie beauftragten den Vorstand nach etwa einer Stunde bei nur zwei Enthaltungen und einer Gegenstimme, die Pläne umzusetzen: Die Scheune soll für rund 1,1 Millionen Euro gekauft und zu einem Dorfgemeinschaftshaus umgebaut werden - auf zwei Etagen, mit Fahrstuhl, Mehrzweck- und Versammlungsraum, Bereichen für Quartiersarbeit der Gemeinde, Gastronomie, Toiletten, Umkleiden, Clubraum, Küche und Lagerräumen sowie Garten und Außenbewirtschaftung. Die geschätzten Gesamtkosten von rund 1,1 Millionen Euro werden über Fördermittel und Spenden in Höhe von bis zu 515 000 Euro finanziert. Ein Kredit soll mit Mieteinnahmen, Nutzungsentgelten und Mitgliedsbeiträgen getilgt werden.

Gedenkminute: Dorfverein würdigt Verdienste

Der Vorstand und die Mitglieder des Dorfgemeinschaftsvereins Bredenbeck haben  zu Beginn ihrer Versammlung die Leistungen und Verdienste des am Vorabend völlig unerwartet gestorbenen Ortsbürgermeisters Hans-Heinrich Warnecke mit einer Gedenkminute gewürdigt. Vorstandsmitglied Lothar Fuchs hob in einer kurzen Ansprache unter anderem noch einmal hervor: „Er war einer der Ersten, die sich für ein Dorfgemeinschaftshaus eingesetzt haben.“

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