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Müllsackaktion wird fortgesetzt

Wennigsen Müllsackaktion wird fortgesetzt

Bürgerinitiative und Nachbarschaftshilfe: Die FDP-Ratsfraktion und das Sozialkaufhaus wiederholen ihre Müllsackaktion aus dem Vorjahr. Bürger sind dazu aufgerufen, ihre überschüssigen Restmüllsäcke für das Jahr 2015 abzugeben. Haushalte mit Mehrbedarf können sich diese Tüten gegen eine Spende abholen.

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Am Sonnabend geht es los: Suana Saljihi sammelt im Sozialkaufhaus Müllsäcke und gibt sie gegen Spenden ab.

Quelle: Ingo Rodriguez

Wennigsen. Es ist eine sehnlich erwartete Neuauflage: „Bei uns fragen schon seit Tagen viele Kunden, wann die Aktion wieder anfängt“, sagt Suana Saljihi, ehrenamtliche Mitarbeiterin des Sozialkaufhauses. Jetzt hat das Warten ein Ende: „Bürgerhilfe statt Planwirtschaft“ - unter diesem Motto sollen sich die Wennigser erneut gegenseitig helfen und so auch ihre Unzufriedenheit mit dem viel kritisierten Müllsacksystem der Abfallwirtschaft Hannover (Aha) zum Ausdruck bringen.

Hintergrund der Aktion: Bei Aha müssen Haushalte ihre vermutlich benötigten Restmüllsäcke für ein Jahr im Voraus bestellen. Das Problem: Viele Einwohner haben ihren Restmüll unterschätzt und ihre Tüten vorzeitig aufgebraucht - zum Beispiel wegen einer Renovierung. Sie müssen sich neue Säcke teuer nachkaufen. „Ein zusätzlicher Bedarf ist nicht zu decken, ohne gleich den jährlichen Gesamtbedarf bei Aha zu erhöhen“, kritisiert der FDP-Fraktionsvorsitzende Hans-Jürgen Herr.

Was erschwerend hinzu kommt: Wer seinen Restmüll überschätzt hat, muss die Abfalltüten als Wertstoff entsorgen, weil die Säcke nach einem Jahr verfallen und nicht mehr abgeholt werden.

Die Spendenaktion soll Abhilfe schaffen. Überschüssige Tüten, Sackrollen und Gutscheine werden im Sozialkaufhaus abgegeben. Dort können sie Einwohner mit Mehrbedarf gegen eine Spende abholen. „Im September sollten Haushalte einschätzen können, was noch bis Dezember an Vorrat benötigt wird“, sagt Herr.

Als Spende erwarten die FDP und die Sozialkaufhaus-Trägerin Domäne 15 Euro pro Rolle. Für einzelne Säcke sollten mindestens ein Euro pro 20-Liter-Sack und 1,50 Euro pro 32,5-Liter-Sack gespendet werden.

Nebeneffekt: Das Geld kommt dem Sozialkaufhaus zugute. Dass Bedarf für die Aktion besteht, zeigt die Vorjahresbilanz: „Es wurden unbürokratisch mehr als 100 000 Liter an Restmüllvolumen nutzbar gemacht“, sagt Herr. Von den Spenden kaufte das Sozialkaufhaus einen Transporter. „Wenn die Neuauflage gut läuft, bringen wir am Wagen noch einen Werbeschriftzug an“, sagt Domäne-Geschäftsführer Sven Gerlach.

Die Aktion beginnt am Sonnabend um 11.30 Uhr im Sozialen Kaufhaus an der Hauptstraße 45.

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