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DGH-Pläne: Schwere Vorwürfe gegen Dorfverein

Bredenbeck DGH-Pläne: Schwere Vorwürfe gegen Dorfverein

Ein Verein gerät ins Zwielicht: Die Eigentümer des früheren Supermarktgebäudes in Bredenbeck erheben schwere Vorwürfe gegen den Vorstand des Dorfgemeinschaftsvereins. Der Grundstückskauf und der geplante Umbau zum Dorftreff sei nicht wie behauptet wegen schwieriger Verhandlungen geplatzt. Diese Erklärung sei ein Vorwand.

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Schwere Vorwürfe: Die Besitzer des Supermarktgebäudes widersprechen der Begründung des Dorfgemeinschaftsvereins für den Kaufverzicht. Laut Eigentümergemeinschaft bestand Einigkeit über die Kaufbedingungen. Anschließend soll es keine weiteren Verhandlungen oder Gespräche mehr gegeben haben.

Quelle: Ingo Rodriguez

Bredenbeck. Aus welchen Gründen hat der Vorstand des Dorfvereins wirklich Abstand davon genommen, das Grundstück des früheren Netto-Marktes zu kaufen und das Gebäude wie geplant zum neuen Dorfgemeinschaftshaus umzubauen? Auf diese Frage will der Vorstand auch nach den schweren Vorwürfen der Erbengemeinschaft Jeinsen keine konkrete Antwort geben.

Die Verhandlungen seien nicht wegen des Kaufpreises, sondern wegen inakzeptabler Rahmenbedingungen gescheitert, teilt Vorstandsmitglied Klaus Koberstein-Schwarz auf Nachfrage nur ein weiteres Mal mit - mehr aber nicht. Das wollen die Eigentümer des Gebäudes jedoch so auf keinen Fall stehen lassen. Man lasse sich nicht zum Sündenbock für ein gescheitertes Dorfprojekt abstempeln, und man lasse sich auch nicht den schwarzen Peter zuschieben, sagt ein Sprecher der Erbengemeinschaft.

Die Eigentümer weisen die sparsame Begründung für den Kaufverzicht deutlich zurück. Ihre Darstellung: Über die Kaufbedingungen und den Preis seien sich beide Seiten bis zu dem Mitgliederentscheid im Januar absolut einig gewesen. Ein Vorvertrag sei nur noch nicht abgeschlossen worden, weil wegen der Frist für einen Fördergeldantrag die Zeit zu knapp gewesen sei. Der Vorstand sei mit einem unmissverständlichen und eindeutigen Verhandlungsstand in die Jahresversammlung des Dorfvereins gegangen - und habe dort per Abstimmung auch einen deutlichen Handlungsauftrag der Mitglieder erhalten, den Kauf wie geplant abzuwickeln. Nur: "Anschließend gab es überhaupt gar kein einziges Gespräch und keine weiteren Verhandlungen mehr. Wir haben vom Kaufverzicht und den gescheiterten Verhandlungen nur aus der Zeitung erfahren. Mit uns hat niemand gesprochen", sagt der Sprecher.

Die Eigentümergemeinschaft ist maßlos verärgert darüber, dass der Vorstand seine Mitglieder in einem Informationsschreiben und auch über die Zeitung mit falschen Behauptungen abgespeist hat. Der Vorstand habe sich mit seiner Kehrtwende über den klaren Mitgliederentscheid hinweggesetzt - mit fadenscheinigen Vorwänden und sachlich falscher Begründung, aber ohne Votum. Über die wirklichen Gründe wollen die Eigentümer nicht spekulieren. Sie widersprechen aber der Darstellung des Vorstands mit Nachdruck und sind maßlos enttäuscht. "Seit zwei Jahren führen wir Gespräche, wurden hingehalten. Und jetzt werden auf der Planungsgrundlage für unser Gebäude Fördergelder akquiriert, um voraussichtlich die Scheune auf der gegenüberliegenden Straßenseite zu kaufen und umzubauen", sagt der Sprecher.

Koberstein-Schwarz aus dem Dorfvereinsvorstand räumt immerhin auf Nachfrage ein: "Es ist zwar richtig, dass es nach dem Mitgliederentscheid keine richtigen weiteren Verhandlungen gab." Es habe aber Gespräche mit einem Mitglied der Erbengemeinschaft gegeben - wenn auch nicht im großen Kreis. Zudem habe es Schriftwechsel und E-Mailverkehr gegeben, in jedem Fall Kontakt. Dabei seien inakzeptable Details und Kaufbedingungen deutlich geworden. Welche das sind, dazu will er sich nicht äußern. Der Vorsitzende Thomas Behr und Stellvertreter Rainer Hahne sind zurzeit im Urlaub.

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Schwere Vorwürfe: Die Besitzer des Supermarktgebäudes widersprechen der Begründung des Dorfgemeinschaftsvereins für den Kaufverzicht. Laut Eigentümergemeinschaft bestand Einigkeit über die Kaufbedingungen. Anschließend soll es keine weiteren Verhandlungen oder Gespräche mehr gegeben haben.

Quelle: Ingo Rodriguez
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