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Neues Flüchtlingshaus ist bald bezugsfertig

Degersen Neues Flüchtlingshaus ist bald bezugsfertig

Nach Holtensen kann nun bald auch die andere Gemeinschaftsunterkunft für Flüchtlinge an der Max-Planck-Straße in Degersen bezogen werden. Bis zu 50 Menschen können an der Max-Planck-Straße wohnen. Ende des Monats werden die Bauarbeiten wohl soweit erledigt und die Zimmer eingerichtet sein, dass die ersten Flüchtlinge einziehen können.

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Das wird die Gemeinschaftsküche: Janina Dornbusch vom Team Hochbau der Gemeinde räumt Kartons weg.

Quelle: Jennifer Krebs

Degersen. Hier und da fehlten zuletzt noch Fußbodenbeläge. Das ist inzwischen erledigt. Die Spiegel über den Waschbecken hängen. Im Aufenthaltsbereich neben der Küche kommt noch ein Fernseher an die Wand. Möbliert werden die Zimmer funktional mit Doppelstockbetten, Tisch und Schrank.

Von der ursprünglichen Raumaufteilung in dem ehemaligen Firmengebäude ist nichts mehr übrig. Die Handwerker haben im Dezember angefangen. Zunächst wurden die ehemaligen Betriebsräume auf beiden Etagen soweit notwendig entkernt, dann wurden im Trockenbau neue Wände eingezogen. Sechs Vier-Personen-Zimmer, Einzelzimmer und vier kleine Appartements sind entstanden, die für Flüchtlingsfamilien mit Kindern gedacht sind. Diese Wohnungen haben ein eigenes Badezimmer mit Dusche und werden mit Küchenzeile ausgestattet. Ansonsten gibt es Gemeinschaftsbäder und eine Gemeinschaftsküche.

"Wir haben versucht, möglichst viel Fläche mit wenig Aufwand zu schaffen und den Altbestand zu nutzen", sagt Janina Dornbusch vom Team Hochbau der Gemeinde, die das Projekt betreut. Die alten Heizkörper sind drin geblieben. Auch die Fenster. Vorhandenes Inventar wurde weiter benutzt, wie etwa die Küchenschränke.

Etwas mehr als eine halbe Millionen Euro habe die Gemeinde für die bisherigen Arbeiten ausgegeben, sagt Baufachbereichsleiter Martin Waßermann. In einem zweiten Bauabschnitt soll auch die ehemalige Lagerhalle noch zu Zimmern umgebaut werden.

Die acht neuen Flüchtlingswohnungen in dem Mehrfamilienhaus in Holtensen sind seit Ende Januar voll belegt.

Tag der offenen Tür

Bevor die neue Sammelunterkunft an der Max-Planck-Straße bezogen wird, bietet die Verwaltung für die Anwohner eine offene Begehung an. Am Sonnabend, 16. April, kann man von 12 bis 15 Uhr die Räume besichtigen und sich über die geplante Betreuung informieren. Bis dahin werden zumindest einige Wohneinheiten eingerichtet sein.

"In gemeinsamer Arbeit mit den Flüchtlingsinitiativen und den Kirchen möchten wir alle interessierten Gäste über die Flüchtlingssituation in der Gemeinde, über die ehrenamtliche Tätigkeit im Bereich Asyl und konkret über diese Unterkunft informieren", teilt Integrationsbeauftragte Hacer Kirli mit. Bei Getränken, Keksen und Kuchen kann man ins Gespräch kommen.

In Wennigsen gibt es inzwischen mehrere Willkommensgruppen, die sich und ihre Arbeit vorstellen wollen. Auch in der neuen Sammelunterkunft wollen diese Gruppen helfen und sich einbringen. Darüber hinaus: Die Johanniter betreiben und unterstützen die Flüchtlingseinrichtung an der Max-Planck-Straße und werden ein Büro im Haus haben. Sie sind Ansprechpartner für die Flüchtlinge - 24 Stunden am Tag. Ein Rund-um-die-Uhr-Dienst ist vereinbart.

In Wennigsen leben zurzeit 205 Flüchtlinge - 130 Erwachsene und 65 Kinder. Nach der Quote muss die Gemeinde bis Juli 47 weitere Asylbewerber aufnehmen. Die Situation hat sich ein wenig entspannt. Momentan kämen die Flüchtlinge nur noch vereinzelt, sagt Sozialfachbereichsleiterin Barbara Zunker.

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