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„Die Jugend soll mitgestalten“

Wennigsen „Die Jugend soll mitgestalten“

Große Ziele: Wennigsens neue Jugendbürgermeisterin Rebekka Theis hat sich für ihre zweijährige Amtszeit viel vorgenommen. Die 18-jährige Schülerin setzt nicht nur auf konkrete Projekte wie den Bau der Skateranlage. Die junge Frau will auch den Wennigser Nachwuchs zu mehr Einflussnahme bewegen.

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Politische Nachwuchskraft mit festen Grundsätzen: Jugendbürgermeisterin Rebekka Theis (18) setzt auf Teamarbeit und Mitbestimmung.

Quelle: Ingo Rodriguez

Wennigsen. Knapp drei Wochen ist es erst her, dass das neu gewählte Jugendparlament in seiner konstituierenden Sitzung die 18-jährige Theis ohne Gegenstimme zur Jugendbürgermeisterin bestimmte. Trotzdem: An Erfahrung fehlt es der Schülerin nicht. Immerhin sind Theis und ihr Stellvertreter Elia Heidemann die einzigen der Jungpolitiker, die bereits im alten Jugendparlament mitgearbeitet haben. Beide erhielten bei der Wahl im September auch die meisten Stimmen aller Kandidaten.

Theis weiß offenbar auch schon sehr gut, wie das Geschäft funktioniert. „Es ist eine Ehre für mich, die erste Vertreterin der Jugendlichen zu sein, aber ich habe nicht mehr Rechte als die anderen Parlamentsmitglieder. Wir sind ein Team“, sagt sie. Im Gespräch wird schnell deutlich: Theis ist eine junge Frau mit Grundsätzen. Es fehle ihr nicht an Selbstbewusstsein, aber sie wolle sich nicht in den Vordergrund drängen. Ein Treffen im Elternhaus hat sie deshalb auch abgelehnt – und stattdessen ein Café im Ort gewählt. „Mein Zimmer hat nichts mit dem Amt zu tun“, sagt Theis.

Etwas zurückhaltend äußert sie sich über persönliche Dinge: In Wennigsen aufgewachsen, bis zur neunten Klasse die Waldorfschule Sorsum besucht, jetzt IGS Mühlenberg, Jahrgang 12, Abiturprüfungen 2018. Ansonsten: Balletttänzerin, Gesangsunterricht, ihr Vater ist Chorleiter, die Mutter Atem-, Sprech- und Stimmlehrerin. „Mein 15-jähriger Bruder Cornelius ist auch im Jugendparlament.“

Theis ist mit dem Fahrrad zum Treffen gekommen, macht aber derzeit ihren Führerschein. Berufswunsch: Psychologin oder Lehrerin. „Weil ich Menschen helfen möchte und Dinge bewirken will“, sagt Theis. So ist sie auch auf die politische Bühne gekommen. Theis engagiert sich in der evangelischen Kirchenjugend als Betreuerin. Beim Lehrgang für die Jugendleitercard habe sie 2013 ihren Vorgänger Paul Stegemann kennen gelernt – und der hat offenbar Überzeugungsarbeit geleistet. „Sich für andere einzusetzen: Das hörte sich cool an“, begründet Theis ihren Einstieg.

Drei Jahre später hat sie klare Vorstellungen: „Es soll endlich die seit Jahren geplante Skateranlage gebaut werden. Die Förderung ist bewilligt, die Pläne stehen“, sagt Theis. Sie verfolgt aber auch ideelle Ziele: „Wir wollen aus dem Parlament heraus möglichst viele Jugendliche erreichen – mit Infoabenden, Partys und bei Sitzungen.“ Theis will für Einflussnahme werben. „Die Jugend soll mitgestalten: im Parlament, in der Schule, in der Kirchenjugend“, findet sie.

Auch deshalb will Theis die Zusammenarbeit mit der Schülervertretung der KGS stärken. „Gemeinsam können wir viel erreichen“, glaubt sie. Ihr Ehrenamt empfindet Theis auch nicht als Belastung. „Man versteht so erst die Kommunalpolitik viel besser“, sagt sie. Dann hebt Theis noch einmal den Teamgedanken hervor: „Wir haben eine Whatsappgruppe und verstehen uns alle sehr gut. Die Arbeit im Parlament schweißt zusammen.“

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Politische Nachwuchskraft mit festen Grundsätzen: Jugendbürgermeisterin Rebekka Theis (18) setzt auf Teamarbeit und Mitbestimmung.

Quelle: Ingo Rodriguez
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