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Ordensritter bekennen feierlich ihre Schuld

Wennigsen Ordensritter bekennen feierlich ihre Schuld

Zeremonie im Zeichen der Versöhnung: Die Ritter des evangelischen Johanniter- und des katholischen Malteserordens haben bei der ökumenischen Gerhardsvesper in der Klosterkirche ihren Gemeinschaftsgedanken bekräftigt. Vertreter beider Orden bekannten sich ihrer historischen Schuld für konfessionelle Konflikte.

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Angeführt von Freiherr Maximilian von Boeselager vom Malteserorden (Vierter von rechts), Äbtissin Gabriele-Verena Siemers (Zweite von rechts) und Friedrich von Oertzen von den Johannitern (rechts) bereiten sich die Ordensritter und -damen auf den Einzug in die Klosterkirche (Bild unten) vor.

Quelle: Ingo Rodriguez/privat

Wennigsen. Menschliches Leid und Elend erträglicher machen: Mit diesem Vorsatz hatte der selige Bruder Gerhard vom Hospital zu Jerusalem im elften Jahrhundert ein Hospiz für kranke Pilger gegründet – und damit den Grundstein für beide Orden gelegt. Im Gedenken an den Gründer kommen die Ritter und Hilfsdienste seit zwölf Jahren am Gerhardstag, 13. Oktober, in der Klosterkirche zu der Vesper zusammen.

Angeführt von Freiherr Maximilian von Boeselager vom Malteserorden, Äbtissin Gabriele-Verena Siemers und Friedrich von Oertzen von den Johannitern zogen sie jetzt wieder in ihren Gewändern zum Gottesdienst in die Kirche ein. Rund 250 Gäste waren gekommen, auch Mitglieder befreundeter Orden.

In diesem Jahr stand die Gerhardsvesper im Zeichen der Versöhnung: Am 31. Oktober 2017 jährt sich zum 500. Mal die Veröffentlichung von Martin Luthers 95 Thesen. Das Reformationsjubiläum wird weltweit gefeiert. Vertreter beider Orden nutzten ihre alljährliche Zeremonie, um ihr Bedauern über die gemeinsamen historischen Auseinandersetzungen auszudrücken. Zu Beginn bekannten Friedrich von Oertzen und Christian Meyl von den Johannitern sowie Maximilian Freiherr von Boeselager und seine Frau Marie-Rose von den Maltesern ihre Schuld: „Wir bedauern zutiefst die bösen Dinge, die Katholiken und Lutheraner einander angetan haben“, sagten die Ordensvertreter.

Die Liturgie wurde geleitet von Pastor Wichard von Heyden und Diakon Thomas Müller. Die Calenberger Kantorei sowie Kantor Ulrich Riedl und Barbara von Witzleben an der Orgel sorgten für die musikalischen Darbietungen.

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Angeführt von Freiherr Maximilian von Boeselager vom Malteserorden (Vierter von rechts), Äbtissin Gabriele-Verena Siemers (Zweite von rechts) und Friedrich von Oertzen von den Johannitern (rechts) bereiten sich die Ordensritter und -damen auf den Einzug in die Klosterkirche (Bild unten) vor.

Quelle: Ingo Rodriguez/privat
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