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Parkplatzstreit: Waldorfschule glättet Wogen

Sorsum Parkplatzstreit: Waldorfschule glättet Wogen

Der Streit um die chaotischen Verkehrszustände in Sorsum wegen des unzureichenden Parkplatzangebotes der Waldorfschule bei Großveranstaltungen ist vorerst beigelegt. Nach einem Klärungsgespräch über die umstrittene Vollsperrung beim nächsten Schulbasar hat sich die Situation etwas entspannt.

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Bei einem Treffen in der Waldorfschule diskutieren Vertreter des Schulvorstandes mit Anwohnern, dem Ortsrat und weiteren Beteiligten über die Verkehrssituation in Sorsum.

Quelle: Ingo Rodriguez

Sorsum. Es ist seit Jahren ein Dauerärgernis: Bei größeren Veranstaltungen reicht der kleine Schulparkplatz nicht aus, die Besucher parken im ganzen Dorf entlang der Ortsdurchfahrt, und im Begegnungsverkehr kommt es wegen Engpässen zu chaotischen Zuständen. Außerdem sind regelmäßig Zufahrten von Anwohnern und der Feuerwehr blockiert.

Gleichwohl: Seit die Verkehrsbehörde in diesem Jahr gegenüber der Feuerwehrausfahrt ein großzügiges Halteverbot eingerichtet hat, zusätzlich zu einem einseitigen Halteverbot bei Veranstaltungen, waren die Beschwerden zurückgegangen – auch weil Parklotsen der Schule bei Veranstaltungen für Ordnung sorgen.

Trotzdem war es in der vergangen Woche unerwartet zu einem heftigen Streit gekommen – weil die Straßenverkehrsbehörde testweise für den Schulbasar am 19. November überraschend eine Vollsperrung der Ortsdurchfahrt angeordnet hat. Das Ziel: Die Straße soll als zusätzliche Parkzone genutzt werden, der Durchfahrtsverkehr wird umgeleitet, um Engpässe zu verhindern.

Nach dieser Ankündigung hatte sich die Situation im Dorf jedoch zugespitzt: Die Anwohner befürchten Einschränkungen, der Ortsrat fühlt sich übergangen, die Wogen kochten hoch. Bei einem Klärungsgespräch in der Schule wurden die Situation und ihr Zustandekommen jetzt noch einmal analysiert – im Beisein von Vertretern der Schule, der Straßenmeisterei, des Ortsrates, der Feuerwehr und der Anwohner.

„Eigentlich war der Zustand zuletzt zur allgemeinen Zufriedenheit, doch mit dieser Vollsperrung ist ein Graben aufgerissen worden. Dabei hätte der Basar auch so ohne Probleme geklappt“, schimpfte Ortsbürgermeister Rainer Müller-Nolting. Er äußerte sich empört, dass die Sperrung nach einem Treffen von Schul- und Behördenvertretern ohne Anhörung des Ortsrates angeordnet wurde.

Das Gespräch sorgte für Entspannung: Schulgeschäftsführerin Silvia Feige-Oesker versicherte, dass auch die Schule von der Entwicklung überrollt worden sei. Die Vollsperrung sei Bedingung der Behörde für die Realisierung des Schulbasares, und die Schule habe Kosten von 2000 Euro zu tragen. Der Leiter der Straßenmeisterei Wennigsen, Rolf Hatesohl, verteidigte die Vollsperrung zwar als Versuch einer Verbesserung der Zustände. Er betonte jedoch, dass es sich nur um einen Test handele.

Im Januar soll die Situation noch einmal mit allen Beteiligten analysiert werden – und zwar auch mit dem Ortsrat. Künftig soll die Kommunikation untereinander verbessert werden, um neue Missverständnisse auszuräumen. Das versicherten alle Beteiligten.

Einer Fehlinformation war auch der Zorn der Anwohner geschuldet – weil die Vollsperrung für Sorsumer nicht gelten soll. Außerdem will die Schule darauf einwirken, dass trotz Vollsperrung nur auf einer Seite der Ortsdurchfahrt geparkt werden darf, auf eine Einbahnstraßenregelung soll verzichtet werden. Und: In der nächsten Ortsratssitzung soll es eine Nachbesprechung geben. „Wir wollen die Wünsche der Anwohner berücksichtigen und müssen im Gespräch bleiben“, sagte die Öffentlichkeitsbeauftragte der Schule, Kornelia Weber.

Langfristig kommt die Schule nach Meinung vieler Anwohner aber um den Kauf eines nahe gelegenen Grundstücks als Zusatzparkplatz nicht herum. „Sie müssen Geld in die Hand nehmen“, sagte der frühere Ortsbürgermeister Klaus-Arno Beckers. In der Vergangenheit war ein möglicher Flächenkauf stets an unterschiedlichen Preisvorstellungen gescheitert. Jetzt will der Schulvorstand das Thema aber noch einmal aufgreifen, versicherte Feige-Oesker.

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