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Offizierskorps gewöhnt Pferde an Paradelärm

Wennigsen Offizierskorps gewöhnt Pferde an Paradelärm

Gut einen Monat vor dem Historischen Freischießen hat das berittene Offizierskorps rund 25 Pferde auf den ungewohnten Lärm bei den Paraden und Umzügen vorbereitet. Mit Erfolg: Vor etwa 250 Zuschauern blieben Reiter und Tiere trotz Musik, wehender Fahnen, Böllerschüssen und Applaus unerschrocken.

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Die Stabsoffiziere und Adjutanten setzen ihre Pferde beim sogenannten Musik-Festmachen den Darbietungen der Bataillonskapelle, Böllerschüssen, wehenden Fahnen und lautem Publikumsapplaus aus.

Quelle: Ingo Rodriguez

Wennigsen. Es war ein traditionsreiches Sicherheitstraining ohne Zwischenfälle:"Pferde und Reiter haben ihre Aufgaben gut gemeistert, sie haben es begriffen", zog der kommandierende General Eckhard Rogge nach dem gelungenen Testlauf ein erfreuliches Fazit.

"Pferde-Musik-Festmachen" - so nennt es die Schützengesellschaft Historisches Freischießen, wenn im Dreijahresrhythmus vor dem viertägigen Fest im Juni die Stabsoffiziere mit ihren Adjutanten hoch zu Ross und auf Kutschen ihre Pferde mit der ungewohnten Geräuschkulisse bei den Paraden und Straßenumzügen vertraut machen. "Es geht darum, die Tiere an die Fahnenschwenker, an laute Musik und Böllerschüsse von Kanonen zu gewöhnen", fasste die amtierende Majestät Ernst-Udo Schmidt noch einmal den durchaus ernsten Hintergrund des Spektakels zusammen.

Rund 250 Schaulustige hatten sich auch jetzt wieder auf der Festwiese gegenüber dem Schützenplatz an der Argestorfer Straße postiert, um das Aufsehen erregenden Paradetraining mit zu erleben. Und es dauerte nicht lange, bis pünktlich um 15 Uhr etwa 25 Reiter mit ihren Pferden und Kutschen zur Musik der Bataillonskappelle auf das Gelände ritten. Und immer wieder machten die Stabsoffiziere und Adjutanten mit den Tieren unmittelbar vor den Musikern und den Schwenkern der großen Fahnen Halt, um sie mit dem Lärm und den visuellen Reizen vertraut zu machen - regelmäßige Böllerschüsse aus Kanonen am Feldrand inklusive. Bei strahlendem Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen bahnten sich die Kutschen und Reiter ein ums andere Mal den Weg entlang am applaudierenden Publikum, um erneut an der Kapelle und den mächtigen Flaggen vorbei zu ziehen.

Nach etwa einer Dreiviertelstunde hieß es dann jedoch Abrücken in Richtung Gasthaus zum Goldenen Schlüssel. Angeführt von den Musikern verließen Ross und Reiter die Festwiese, um dann gemeinsam und probehalber einmal auch als Umzugsformation den traditionellen Paradeweg durch den Ortskern zu absolvieren. Zwar hatten beim Musik-Festmachen einige der für das Freischießen notwendigen und eingeplanten Pferde und Kutschen gefehlt. Trotzdem war General Rogge nach der Ankunft zufrieden. "Es ist kein Pferd durchgegangen, alles lief glatt", sagte er.

Zu diesem Zeitpunkt hatten die Tiere in Transportern bereits wieder ihren Heimweg angetreten. Denn: "Fast alle Pferde werden für das Freischießen ausgeliehen - unter anderem von einem Hof und Reitvereinen", sagte Rogge und verwies auf den umfangreichen Vorbereitungsaufwand. Geübt wird unterdessen auch bereits das Marschieren der Garden. "Dienstags und freitags wird trainiert, weil auch viele junge Leute zum ersten Mal dabei sind", sagte Majestät Schmidt.

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