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Ein teuflisch guter Abend

Sorsum Ein teuflisch guter Abend

Erzählend, spielend und tanzend inszeniert ein kleines Ensemble aus Lehrern, Eltern und ehemaligen Lehren der umliegenden Waldorfschulen das Musiktheater "Die Geschichte vom Soldaten" von C. F. Ramuz. Die Premiere in der Freien Waldorfschule Sorsum war hervorragend besucht.

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Zurück in seiner Heimat wundert sich der Soldat (Björn Jensen), dass ihn niemand mehr erkennt.

Quelle: Elena Everding

Sorsum. Ungläubig steht der Soldat wieder in seinem Heimatdorf. Niemand erkennt ihn, und seine Braut ist inzwischen verheiratet und hat zwei Kinder. "Ich habe alles, was den anderen fehlt. Warum fehlt mir das, was die anderen haben?"

Statt wie gedacht drei Tage war der Soldat drei Jahre weg und gilt kurz nach dem Zweiten Weltkrieg als Fahnenflüchtiger. Zu verdanken hat er das einem Deal mit dem Teufel, dem er seine Geige im Tausch gegen ein Reichtum bringendes Buch überlassen hat. Doch der Teufel hat ihn - wie soll es auch anders sein - hereingelegt.

Als verzweifelter Soldat macht sich Björn Jensen überaus gut. Der Vater eines Schülers kam erst spät zum Theater, nun steht er gemeinsam mit drei ebenso Schauspielbegeisterten auf der Bühne. Unter der Regie von Cornelius Lohmann, ehemaliger Lehrer, stellten sie das Theaterprojekt auf die Beine - damit statt Schülern auch einmal Erwachsene ihr Bühnentalent zeigen können.

Herrlich böse tritt Julian Wolff als Teufel auf. Der Sportlehrer an der Sorsumer Waldorfschule sorgte mit seinem grandios-zynischen Auftritt für viele Lacher im Publikum. Ebenso amüsant wie vielseitig führte Wolfgang Heckhausen, pensionierter Lehrer, als Erzähler durch das Stück -  und schlüpft dabei auch immer wieder in verschiedene Rollen. 

Da in einem Musiktheater die Musiker nicht fehlen dürfen, interpretiert das 'Trio Pascal', bestehend aus Johanna Pichlmair, David Kindt und Helge Aurich, die eingestreuten Passagen des brillanten Komponisten Igor Stravinsky. Eindeutiger Höhepunkt des Stückes ist der Auftritt von Sarah Ahrens als Prinzessin, die der Soldat retten muss, um seinem Schicksal endgültig zu entkommen. 

Feengleich schwebt die examinierte Tanzlehrerin bei ihrer Choreografie aus Tango und Walzer über die Bühne. Im Tanz mit dem Soldaten, der sie von ihrer Krankheit geheilt hat, bekommen die Zuschauer das ersehnte Happy End - oder folgt der Soldat dem Teufel doch noch in sein Reich? Dies bleibt unklar - dass die vier Schauspieler das Publikum wirklich begeistert haben, steht allerdings fest.

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Von Elena Everding

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