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B 217: Anlieger wollen Parkplätze behalten

Holtensen B 217: Anlieger wollen Parkplätze behalten

Der bevorstehende Umbau der Bundesstraße (B) 217 in Holtensen bereitet zwei Anliegern große Sorgen. Weil bei der geplanten Verengung der Ortsdurchfahrt zwei Fahrspuren und viele Parkplätze wegfallen, befürchtet ein Gastronom erhebliche Umsatzeinbußen. Auch der Heilpädagogische Kindergarten protestiert gegen die Pläne.

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Anliegerprotest: Antonio Apicella und Anne Ersfeld wollen nicht, dass in Holtensen beim Umbau der Ortsdurchfahrt wegen der geplanten Verengung so viele Parkplätze in Richtung Hannover verloren gehen.

Quelle: Ingo Rodriguez

Holtensen. Ein Termin für den Beginn der Umbauarbeiten steht zwar noch nicht fest, die Planungen sind aber sehr weit fortgeschritten. Die marode Ortsdurchfahrt soll von derzeit vier auf nur noch zwei Fahrspuren verengt werden. Auf beiden Straßenseiten werden Gehwege angelegt. In Richtung Hameln soll ein in beide Richtungen befahrbarer Radweg gebaut werden. Rund 1,5 Millionen Euro soll das Großprojekt nach ersten Schätzungen der Landesstraßenbaubehörde kosten.

Das Problem: Gemeinde, Politik, Polizei, Verkehrsbehörde, Region Hannover und ADFC haben ihre Stellungnahmen nach Angaben der Landesbehörde bereits abgegeben. Ihre Wünsche seien in den Planungen berücksichtigt worden. Auf dieser Basis werde nun weitergearbeitet, heißt es seitens Behörde. Genau das ist für Antonio Apicella ein Ärgernis: "Wir wurden als Eigentümer nie einbezogen oder befragt", sagt der Gastronom. Seit 1994 betreibt er mit seinem Bruder Donato an der B 217 in Holtensen das italienische Hotelrestaurant La Cascina. Jetzt fürchtet er wegen der Umbaupläne um seine berufliche Existenz.

"Nach der Umgestaltung sollen in Fahrtrichtung Hannover viel weniger Parkplätze zur Verfügung stehen", weiß Apicella. Genau dort aber parken bislang viele seiner Gäste - auf der zweiten Fahrspur am Gehweg. "Vor allem bei größeren Veranstaltungen wie Familienfeiern reichen unsere eigenen 20 Parkplätze auf dem Grundstück nicht aus", sagt der Gastronom. Er fürchtet nach dem Umbau erhebliche Umsatzeinbußen - auch weil zusätzliche  Ersatzparkflächen in den Plänen nicht vorgesehen sind. "Wenn die Gäste zu weit laufen müssen, bleiben sie irgendwann weg - vor allem ältere Senioren", befürchtet Apicella.

Unterstützung erhalten die Gastronomen von der Leitung des gegenüberliegenden Heilpädagogischen Kindergartens. "Wir fordern auch den Erhalt von möglichst vielen Parkplätzen an der B 217", sagt Leiterin Anne Ersfeld. Die 20 Parkplätze im Ort vor dem Kindergarten an der Straße Katzenhagen seien für einen reibungslosen Betreuungsablauf nicht ausreichend. "Wir haben 20 Mitarbeiter, dazu kommen Eltern und zusätzliche Mitarbeiter für die Frühförderung. Deshalb wird die Fahrspur in Richtung Hannover als zusätzliche Parkfläche benötigt", sagt sie. Viele Mitarbeiter kommen nach ihren Angaben ganz bewusst durch den Hintereingang an der B 217 zum Dienst. "Weil nur dort noch Parkplätze frei sind", sagt Ersfeld.

Was sie ärgert: Dort sollen künftig etliche Abstellflächen auch deshalb wegfallen, weil vor einigen Grundstücken Ein- und Ausfahrten gebaut werden sollen. "Die Besitzer wurden zum Teil aber gar nicht gefragt, und viele können darauf auch gut verzichten, weil die Zufahrt durch die Ortschaft möglich ist", sagt Ersfeld. Die Landesbehörde macht in einem Schreiben aber wenig Hoffnung: Die Planung für den Umbau einer Ortsdurchfahrt stelle immer auch einen Kompromiss dar, bei dem unterschiedliche Nutzungsansprüche gegeneinander abgewogen werden müssten, heißt es in dem Brief. In Holtensen sei es leider nicht möglich, dort weitere Stellplätze auszuweisen. Für den ruhenden Verkehr sei die Gemeinde Wennigsen der Ansprechpartner. Die Landesbehörde empfiehlt, an anderen Stellen im Ort Lösungen für das Parkplatzproblem zu finden. "Hinter unserem Grundstück gibt es dafür aber keinen Platz", sagt Apicella.

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