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Radweg wird zum Sicherheitsrisiko

Wennigser Mark Radweg wird zum Sicherheitsrisiko

Der ADFC und der Ortsrat Wennigser Mark fordern eine Sanierung des maroden Radwegs entlang der Landesstraße 391 zwischen dem Ortsausgang und dem S-Bahnhof Egestorf. Eine Besichtigung mit hochrangigen Behördenvertretern und Politikern soll nun verdeutlichen: Die Zumutbarkeitsgrenze ist überschritten.

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Der Radweg ist zerfurcht, von Schlaglöchern übersät, streckenweise fehlt sogar die gesamte Deckschicht. Radfahrer werden auf der Strecke zwischen der Wennigser Mark und Egestorf sogar mit Schildern auf mögliche Gefahren hingewiesen.

Quelle: Ingo Rodriguez

Wennigser Mark. Genau genommen gibt es über den Zustand der Strecke auch keine zwei Meinungen. „Bei der Bewertung von Radwegen an Landesstraßen wurde dieser Abschnitt vom Land Niedersachsen vor zwei Jahren in die schlechteste Kategorie eingestuft“, sagt Ingo Laskowski, Sprecher des ADFC Wennigsen/Barsinghausen. Demnach habe sogar das Land Niedersachsen bei seiner jüngsten Bestandserfassung ein unmissverständliches Urteil gefällt: „Der Radweg wurde schließlich in die Kategorie 4,5 bis 5 eingestuft. Das bedeutet: Der Schwellenwert ist überschritten“, sagt Laskowski.

Auch Ortsbürgermeister Holger Dorl sorgt sich angesichts des katastrophalen Zustands der Strecke um die Sicherheit von Radfahrern. Am Mittwoch, 26. April, wollen sich der Ortsrat und der ADFC deshalb um 15 Uhr mit Vertretern der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, der Straßenmeisterei Wennigsen, dem Landesministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, Landtagsabgeordneten sowie Vertretern der Region Hannover und der Gemeinde Wennigsen auf dem Parkplatz „Am Waldwinkel“ treffen – und dann gemeinsam den Radweg abschreiten. Ortsrat und ADFC wollen sich dabei auch persönlich gegenüber den Verantwortlichen für eine zeitnahe und dringend notwendige Sanierung stark machen.

Die Forderung des ADFC ist aber ebenso wenig neu wie die Tatsache, dass zwischen der Wennigser Mark und Egestorf für Radfahrer erhebliche Sicherheitsrisiken bestehen. „Schon bei Erstellung des Wennigser Radverkehrskonzeptes im Jahr 2007 wurde der Radweg entlang der L 391 zwischen der Wennigser Mark und dem Nachbarort von seinem Zustand her als desolatester Radweg im Gemeindegebiet eingestuft“, sagt Laskowski. In den letzten zehn Jahren habe sich der Zustand noch einmal wesentlich verschlechtert. „Streckenweise gibt es gar keine Deckschicht mehr“, sagt der ADFC-Sprecher. Dazu kommt noch ein Begleitumstand: „Der Radweg hat eine wichtige Bedeutung im Pendlerverkehr und ist sogar im Vorrangnetz Alltagsradverkehr der Region erfasst“, sagt Laskowski.

In einem Schreiben an die Landesbehörde hat Laskowski die Forderungen bewusst etwas defensiver formuliert: „Wir möchten die dringende Sanierungsnotwendigkeit noch einmal verdeutlichen“, heißt es in dem gemeinsamen Brief des ADFC und des Ortsrates. Der Fahrradclub hat gute Erfahrung im Umgang mit der Behörde: Schließlich wurde erst kürzlich der marode Radweg zwischen Holtensen und Linderte erneuert. „Von den ersten Hinweisen bis zur Sanierung vergehen oft vier bis sechs Jahre“, weiß Laskowski. Er spart aber auch nicht Lob: „Bis auf die Radwege um die Wennigser Mark herum sind alle anderen Strecken in einem guten Zustand.“

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