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Bildungsstandort Wennigsen: Wo geht's lang?

Wennigsen Bildungsstandort Wennigsen: Wo geht's lang?

Der Rat hat eine neue Arbeitsgruppe eingesetzt, um den Bildungsstandort Wennigsen weiter nach vorne zu bringen. Sie soll zunächst zukunftsorientiert räumliche und konzeptionelle Bedarfe evaluieren und dann Vorschläge zur Weiterentwicklung machen.

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Bildungsstandort Wennigsen: Der Rat der Gemeinde Wennigsen hat eine neue Arbeitsgruppe gebildet mit dem Ziel, Vorschläge der Weiterentwicklung zu machen.

Quelle: Arno Burgi

Wennigsen. Die neue Arbeitsgruppe ist ein gemeinsamer Antrag von Grünen und SPD. Ganz generell: Kommunale Schulträger müssten auf die demographische Entwicklung, ein verändertes Schulwahlverhalten der Eltern und den Trend zu integrierten Schulen reagieren können,  sagen SPD und Grüne. Aus ihrer Sicht würden die Trendwende in der demographischen Entwicklung, Herausforderungen wie die Umsetzung der Inklusion benachteiligter Jugendlicher, sprachbenachteiligter geflüchteter Kinder oder veränderte Lebensplanungen dazu führen, dass einerseits die Planungen im Krippen- und Kindergartenbereich nicht mehr ausreichen, andererseits neue Herausforderungen auf die Schulen zugekommen sind und weiterhin werden. "Die Bildungslandschaft verändert sich, worauf wir nicht nur punktuell reagieren dürfen", sagte Grünen-Ratsfrau Barbara Krüger, die sich umfassende pädagogische und räumliche Konzepte wünscht. 

Vertreter der Fraktionen, jemand aus den Grundschulen, der KGS und Elternvertreter sollen in der neuen Arbeitsgruppe mitarbeiten. Getagt werden soll öffentlich.

In Wennigsen gibt es ein schulisches Angebot von Klasse 1 bis 13, außerdem mit der Waldorfschule in Sorsum ein alternatives Modell. SPD und Grüne sehen in der örtliche Nähe eine Chance, durch eine enge Zusammenarbeit und gemeinsame Konzepte eine Alternative zu anderen Bildungsangeboten im Umkreis zu stellen.

Die Hauptschule würde von den Eltern nicht mehr nennenswert angenommen, der Trend zu einer Zweigliedrigkeit sei unverkennbar. Reduziert sich's am Ende also doch nur auf die Frage: IGS - ja oder nein? Das, was die neue Arbeitsgruppe, machen soll, ginge darüber hinaus, betonte Krüger und sprach von einem roten Faden für die Wennigser Schullandschaft. Die Arbeitsgruppe soll von oben drauf gucken.

Besonders in den Fokus genommen werden sollen die Übergänge vom Kindergarten in die Grundschule, und dann in Klasse 5 auf die weiterführende Schule. Wennigsen bräuchte Kontinuität in Bereichen wie beispielsweise Sprachentwickung und schulsozialpädagogische Begleitung. Denkbar sind gemeinsame Konzepte mit der Volkshochschule etwa im Bereich Bildungs- und Teilhabe, mit der Calenberger Musikschule und Sportvereinen. Die Potentiale des Ortes sollten gemeinsam genutzt werden und durch Kontinuität über die einzelnen Schulen hinaus zu einer hohen Identifikation mit dem Bildungsstandort Wennigsen führen, erhoffen sich Grüne und SPD.

Der Antrag, die neue Arbeitsgruppe einzurichten, fand im Rat eine Mehrheit. Er sei "weitsichtig und vorausschauend", sagte Christina Müller-Matysiak. Die AfD stimmte dagegen. CDU und FDP enthielten sich. Sie hätten den Antrag gerne in den Schulausschuss verwiesen und äußerten sich skeptisch, ob der Rat diese neue Arbeitsgruppe überhaupt braucht, zumal sie sich in der Besetzung kaum vom Schulausschuss unterscheidet. Aus Sicht der CDU und FDP hätte es vielleicht gereicht, im Schulausschuss in eine vertiefende Diskussion über den Bildungsstandort Wennigsen einzusteigen. Der Schulausschuss wäre in seiner Entscheidung nach zusätzlichen Sitzungen nur zu diesem Thema ja frei gewesen.

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