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Behörde lehnt Zebrastreifen vor Kita ab

Wennigser Mark Behörde lehnt Zebrastreifen vor Kita ab

Die Region Hannover wird vor dem Corvinus-Zentrum in der Wennigser Mark keinen Fußgängerüberweg einrichten. Die Behörde begründet die Ablehnung des Antrags mit einer Verkehrszählung. Demnach reicht die Anzahl der erfassten Fahrzeuge nicht für die Anordnung eines Zebrastreifens aus.

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Keine Überquerungshilfe: Die Region Hannover hält einen Zebrastreifen auf der viel befahrenen Ortsdurchfahrt vor dem Corvinus-Zentrum trotz des Kindergartens nicht für erforderlich.

Quelle: Ingo Rodriguez

Wennigser Mark. Böse Überraschung: Mit dieser Entscheidung hatte der Ortsrat offenbar nicht gerechnet. Das Gremium hatte schon vor etwa zwei Jahren bei der zuständigen Verkehrsbehörde der Region einen Zebrastreifen für die Egestorfer Straße beantragt - vor allem wegen des Kindergartens in der Ortsmitte. Und die Vorzeichen für eine Zusage standen zunächst auch sehr gut. "Nach einem Ortstermin mit der Straßenmeisterei, der Gemeinde und Vertretern der Region waren wir geradezu euphorisch", sagt Ortsbürgermeister Holger Dorl.

In der Wennigser Mark fordern etliche Anwohner wegen der viel befahrenen Ortsdurchfahrt schon seit Jahren eine sichere Überquerungshilfe für Fußgänger. Dass die Bürger einen Zebrastreifen auf der Egestorfer Straße für notwendig halten, hatte sich vor eineinhalb Jahren kurz nach der Eröffnung des Corvinus-Zentrums einmal mehr deutlich gezeigt: "Wir hatten ja nach dem Ortstermin sogar schon einen vierstelligen Spendenbetrag im Dorf eingesammelt, um die Umsetzung des Fußgängerüberweges finanziell zu unterstützen", sagt der Ortsbürgermeister.

Das Geld will der Ortsrat nun zweckgebunden zurückhalten - trotz der Ablehnung des Antrags. Der Ortsrat will die Entscheidung der Region vor allem wegen der inakzeptablen Argumentation nicht einfach so hinnehmen. Die Region begründet die negative Beurteilung laut Dorl mit unzureichenden Verkehrszahlen. Für die Anordnung eines Zebrastreifens seien in der Wennigser Mark im Durchschnitt nicht ausreichend querende Fahrzeuge registriert worden, heißt es nach Angaben des Ortsbürgermeisters seitens der zuständigen Verkehrsbehörde. "Diese Zählung war aber in den Sommerferien, und diese Daten sind keinesfalls repräsentativ", zeigt sich Dorl empört.

Er will deshalb mit seinen Mitstreitern aus dem Ortsrat neue Zahlen vorlegen. Für belegbares Material und ein Umdenken der Region soll ein Tempomessgerät mit Geschwindigkeitsanzeige für Autofahrer sorgen. "Dieses Gerät will uns zu diesem Zweck die Avacon für einen gewissen Zeitraum zur Verfügung stellen", sagt Dorl. Er gibt sich kämpferisch. "Wir werden die Geschwindigkeitsmesstafel schon zeitnah ausleihen und an der Ortsdurchfahrt aufhängen", kündigt er an. Das Gerät speichere alle Daten und sei geeignet, um eine deutlich höhere Verkehrsfrequenz nachzuweisen. Der Ortsrat will das Gutachten der Region widerlegen.

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