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Region sperrt Teilbereich des Naturbades

Wennigsen Region sperrt Teilbereich des Naturbades

Das Gesundheitsamt der Region hat den Nichtschwimmerbereich im Wasserpark Wennigsen für den Badebetrieb geschlossen. Grund dafür sind erhöhte Bakterienwerte, die bei Routinekontrollen entdeckt wurden.

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Der Nichtschwimmerbereich des Wasserparks ist bis auf Weiteres gesperrt.

Quelle: Sven Weißer

Wennigsen. Bei dem Keim handelt es sich um Pseudomonas aeruginosa, ein weitverbreitetes Bakterium, das auch in Oberflächengewässern vorkommt. Es kann bei Kleinkindern und abwehrgeschwächten Menschen Krankheiten hervorrufen. Diese Personen sollen mit dem Badeverbot geschützt werden.

Die Region überprüft während der Badesaison einmal wöchentlich die Wasserqualität des Wasserparks. Die erhöhten Werte wurden in einer Probe vom Dienstag festgestellt, am Donnerstag wurde die Schließung des Nichtschwimmerbereichs angeordnet und eine weitere Probe entnommen.

„Die Ursache ist unklar“, sagte am Freitag Schwimmmeister Hartwig Hudasch. „Wir leiten jetzt viel Frischwasser ein, haben Spielgeräte wie Matten und Schwimmnudeln entfernt und warten auf die neuen Untersuchungsergebnisse.“ Diese sollen heute oder morgen vorliegen. Möglicherweise könnte der Bereich dann wieder freigegeben werden. Falls die Werte noch zu hoch sein sollten, müsste noch zwei Tage gewartet werden. Hudasch rechnet damit, dass im Nichtschwimmerbereich spätestens Anfang nächster Woche wieder geplanscht werden kann.

„Die Besucher nehmen die Sperrung gelassen“, sagte gestern Martin Dankert vom Trägerverein des Wasserparks. „Wir weisen am Eingang auf die Sperrung hin, und es gab niemanden, der deshalb an der Kasse umgedreht ist.“ Es sei zwar ärgerlich, dass zur Ferienzeit der Nichtschwimmerbereich gesperrt werden muss. Aber mit den Besucherzahlen ist der Trägerverein trotzdem sehr zufrieden. Seit der Eröffnung der Badesaison im Mai hat der Verein laut Dankert bereits rund 10 000 Badegäste gezählt.

Probleme mit dem Überschreiten der Grenzwerte gibt es im Wasserpark nicht zum ersten Mal. Im vergangenen August musste das Bad wegen erhöhter Werte von Kolibakterien komplett geschlossen bleiben. Probleme mit Kolibakterien, die vermutlich durch Wasservögel eingetragen wurden, gebe es jedoch nicht mehr, sagte Hudasch. ,,Unser Filter arbeitet gut.“ Warum es jetzt ausgerechnet im Nichtschwimmerbereich, in den das frische Wasser eingeleitet wird, zu den erhöhten Werten gekommen ist, kann er sich nicht erklären. „Aber mit diesen Problemen müssen alle Naturbäder leben“, sagt der Schwimmmeister.

Für den Wasserpark gelten dieselben strengen Richtwerte wie für ein herkömmliches Schwimmbad. In 100 Milliliter Wasser dürfen nur bis zu 100 Bakterien enthalten sein. In öffentlichen Gewässern wie Teichen und Seen liegt der europaweit geltende Grenzwert bei 1000 Bakterien pro 100 Milliliter.

Sehr strenge Kontrollen

Das aktuelle Badeverbot geht auf den Umweltkeim Pseudomonas aeruginosa zurück. „Zurzeit laufen weitere Untersuchungen, die von den Mitarbeitern der Region abgewartet werden müssen“, teilt Behördensprecherin Carmen Pförtner mit. Das Bakterium ist ein weitverbreiteter Boden- und Wasserkeim, der zu den häufig auftretenden Krankenhauskeimen zählt. Er kann vielfältige Entzündungen im Körper hervorrufen. Das Gesundheitsamt kontrolliert die Wasserqualität im Wasserpark am Bröhnweg nach anderen Maßgaben als beispielsweise für sogenannte EU-Badegewässer wie den Maschsee. Laut Region Hannover wird der Wasserpark als Kleinbadeteich mit biologisch-mechanischer Aufbereitung geführt. Das sind künstlich angelegte Schwimm- und Badeteichanlagen im Freien, die speziell zu Badezwecken gebaut wurden und deren Aufbereitung durch biologische und mechanische Maßnahmen gewährleistet werden muss. „Daher sind die Anforderungen an die hygienische Qualität des Wassers auch strenger als die Anforderungen an EU-Badegewässer“, erläutert Sprecherin Pförtner.

Sven Weißer

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